Wie Gestern versprochen, kommt heute das Review der NAVIGON MobileNavigator Software.
Ich weiß, dass Version 1.2 Apple derzeit zur Freigabe vorliegt, das Review beschäftigt sich aber noch mit der Version 1.1, da diese Stand heute erhältlich ist. Ein Update kommt, sobald Version 1.2 verfügbar ist.
Das Herunterladen der Software sowie die Synchronisation mit dem iPhone dauert ca. 25 Minuten. Der erste Start dauert etwas länger, danach kommt die Begrüßung aber schon innerhalb weniger Sekunden (Hinweis zur Benutzung im Straßenverkehr). Diese Meldung wird mit demTippen auf OK bestätigt, schon befindet man sich im Hauptscreen.
Auffallend ist sofort die direkte Anlehnung an die Oberfläche des iPhones, mit der am unteren Rand angebrachten Navigationsleiste.
Das gesamte Design ist sehr schlicht gehalten. Die klassischen Eingabemethoden sind auch hier vorhanden: Eingabe des Ziels entweder über die Kontakte oder die direkte Eingabe der Adresse über die Tastatur.
Bei den Optionen ist alles dabei, was das Herz begehrt, von der 3D/2D Umschaltung, dem Nachtmodus, Straßennamenanzeige, Routeninfo bis hin zur der Radarinfo, die es dem Nutzer überlässt, ob man sie nutzt oder nicht. Soviel kann ich schon verraten: Sie funktioniert, sogar recht zuverlässig!
Alle Theorie nutzt aber wenig, wenn die praktische Umsetzung nicht stimmt – also auf zur Navigation! Meine Route führt von Bonn nach Düsseldorf und wieder zurück. Eines vorweg, auch hier benötigt der GPS Chip anscheinend soviel Power, dass das iPhone wieder kurz vor dem Ziel seine komplette Power verbraucht hat und sich ausschaltet. Ohne Strom nix los. Da das TOMTOM Kit (wenn verfügbar) auch mit anderen Apps zusammen arbeiten soll, wäre dies wohl die perfekte Lösung. Navigieren ohne Ladungemöglichkeit während des Fahrens geht also definitiv nicht bei längeren Strecken.
Das GPS Signal braucht eine Weile, bis es erkannt wird. Zu 80% bleibt der MobileNavigator auch auf den Strassen die ich befahre, nur zwei Mal liegt er kräftig daneben und schickt mich auf eine parallele Strasse. Insgesamt liegt beim MobileNavigator die Liebe im Detail: Wie auf dem Screenshot zu erkennen, werden sogar temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen angezeigt (in diesem Fall 30 km/h von 7-16 Uhr). Auch POI werden als 3D-Symbole angezeigt, was sehr angenehm ist.
Ein weiteres gutes Feature ist die Anzeige des Ortsnamens, der eingeblendet wird.
Der Spurassistent sucht ebenfalls seinesgleichen. Wenn man einer Abfahrt näher kommt, schaltet der MobileNavigator in einen anderen Modus, der die Autobahnausfahrt sehr plastisch anzeigt, bzw. als Spurassistent dient. Die angezeigten Schilder der Ausfahrten entsprechen nicht immer den realen, aber das wäre auch zuviel verlangt. Wie auf dem Screenshot zu erkennen, hilft dieser Assistent auch dann weiter, wenn es keine direkt Ausfahrt gibt, aber eine evtl. - aus Sicht des Fahrers - nicht eindeutige Fahrsituation gibt. Das ist schon sehr gut gelöst worden!
Auch Tunnel auf der Strecke werden angezeigt, so dass man selbst bei nicht vorhandenem GPS-Signal die richtige Ausfahrt im Tunnel nimmt. Bei früheren Navigationssystemen war hier Blindflug angesagt. Wie im rechten Bild erkennbar, werden auch vorhandene (und bekannte) Radarfallen angezeigt. Hier obliegt es dem Benutzer, ob dieser die Funktion nutzen will oder nicht. Eine gute Entscheidung, dies dem Benutzer zu überlassen!
Leider verschwindet das GPS Signal meist dann, wenn ich die Autobahn wechsele. Dann wurde eine Nebenstrasse als Route identifiziert, was nicht der Realität entsprach. Ich denke aber, dass dies durch das TOMTOM CarKit behoben werden kann, da mit dem Kit das GPS Signal verstärkt wird.
Ist das GPS Signal einmal nicht vorhanden, wird dies durch einen roten Balken angezeigt. Ist dies zum Anfang der Navigation der Fall, geht der MobileNavigator zunächst in eine Simulation über, die dann unterbrochen wird, sobald das GPS Signal verfügbar ist.
Der generelle Eindruck von Navigon ist sehr positiv. Da ich im Auto auch das Bluetooth-Set verwende, bei dem das iPhone per iPhone-Dock-Anschluß angeschlossen wird, konnte ich das iPhone als iPod benutzen. Sobald eine Sprachansage kommt, blendet der MobileNavigator die Musik aus, die Ansage wird gemacht und die Musiklautstärke fährt wieder zum voreingestellten Pegel zurück. Dies war z.B. bei TOMTOM nicht der Fall, bzw. dort wurde die Navigationsansage nur zerstückelt abgespielt.
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