Es ist schon skurril: Schaut man sich den Apple-Werbespot zum Internet-iPhone an wird schnell klar, dass man mit dem Apple-Fon jede Webseite besuchen und dort die Infos abrufen kann wie auf einem richtiigen Mac (ok, bis auf die Flash-Inhalte). Und was passiert: Selbst Google oder Xing lassen speziell für das iPhone angepasste Seiten erstellen, mit denen sich schneller auf bestimmte Informationen zugreifen lässt, da die Benutzeroberflächen an die Bildschirmgröße des Smartphones angepasst sind.
Das erinnert mich irgendwie an eine Zeit, in der es ein Internetprotokoll gab, das WAP hieß und das Internetinhalte auf die kleinen Displays der damals eher eher internet-untauglichen PDAs und Pocket PCs bringen sollte. Klar, die Bandbreite war seinerzeit noch ein limitiierender Faktor, die PDA-Prozessoren waren lahm, aber trotzdem hätte die Welt froh sein müssen über angepasste Websites. War sie aber undankbarerweise nicht und WAP spielte nie wirklich eine wichtige Rolle.
Klar, mit dem iPhone ist das ganz anders, da hier richtige Protokolle wie TCP/IP und richtige Browser wie Safari zum Einsatz kommen. Aber interessant ist es trotzdem, dass es immer mehr Webseiten gibt, die sich dem iPhone anpassen und nicht umgekehrt. Aber daran ist Apple natürlich auch selbst schuld: Wer nur ein Web Developer Kit anbietet und keine Femdprogramme auf dem eigenen Gadget zulässt, darf sich nicht wundern, wenn die Spezialanwendungen Konjunktur haben. Und das viele schöne Geld für den Werbespot letztlich rausgeschmissen war. Oder doch nicht?!
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