Ein Apple Center gibt's ja schon eine Weile in Moskau, aber sonst spielte Russland bisher keine große Rolle in Apples Absatzplanung. Mit der Präsentation des iPhones könnte sich das nun ändern. Denn das Telefon soll ab Herbst nicht nur in Europa, sondern auch auch in Russland verkauft werden. Da gilt es, das Land des Bären endlich ernster zu nehmen.
Während Apple bei den MP3-Playern rund 12 bis 15 Prozent des russischen Marktes im Griff hat, liegt man im Laptop-Bereich meilenweit zurück. Lediglich 1 Prozent der tragbaren Computer, die in Russland verkauft werden, stammen von Apple. Das iPhone könnte die Wende bringen und auch den Rechnerverkauf abkurbeln. Aber das wird ohne große Werbekampgne wohl kaum funktionieren.
Da Distributoren Apple-Produkte nicht offiziell bewerben dürfen und Apple in Russland bisher nur durch den Distributor IMC vertreten ist, kann die Gründung eines Apple-Büros in Moskau als klares Anzeichen eines Sinneswandels gedeutet werden. Der Herbst als Verkaufsstart gilt als sicher und Voraussetzung für einen guten Absatz, denn Weihnachten ist dann nicht mehr weit. Und dass die russische Oberschicht gern teure coole Gadgets verschenkt, ist wohl auch bis Cupertino vorgedrungen.
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