Externe Festplatten sind toll. Man kann seine komplette Videosammlung drauf speichern. Und seine Musikkollektion. Und alle anderen Daten, so wie die vollständige Bildergalerie. Das Tollste daran sind aber die Preise: Die sind mittlerweile derart in den Keller gepurzelt, dass man für gut 100 Euro bereits ein halbes Terabyte kaufen kann. Das sind 500 Gigabyte oder 500.000 Megabyte oder 125.000 Musikstücke in 128-Kbit-Qualität. Da fällt die Entscheidung wahrlich nicht mehr schwer, den internen Datenspeicher des Macs um einen externen zu erweitern, anstatt sich eine neue Festplatte für den Einbau zu kaufen, die vielleicht ein wenig günstiger ist, aber einen Eingriff in das System erforderlich macht.
In Sachen Anschluss an den Mac gibt es zwei Typen: USB und Firewire. USB-Platten übertragen die Daten mit theoretischen 480 MBit/s, was 60 MByte/s entspricht. Praxistests zeigen jedoch, dass bei 25 MByte/s normalerweise Schluss ist mit Übertragungstempo. Firewire-Platten hingegen schaffen entweder 400 oder 800 MBit/s. Hierfür haben einige Macs sowohl einen 400- als auch einen 800-MBit-Anschluss.
Für den wirklich schnellen Datentransfer sollte man sich möglichst für Firewire entscheiden. Außerdem kann man via Firewire im so genannten Target-Modus zwei Rechner miteinander vernetzen. So kann man schnell und bequem via OS-X-Finder von einem auf den anderen Mac Daten hin- und herkopieren. Und für alle, die nicht genau wissen, was besser zu ihnen passt, gibt es vermehrt Dualport-Platten, die sowohl über einen USB- als auch einen Firewire-Port verfügen.
Zudem muss man sich entscheiden zwischen mobilen und stationären Festplatten. Die tragbaren Platten sind bis zu 2,5 Zoll hoch und benötigen keinen externen Stromadapter, sondern beziehen ihre Energie über den USB- oder Firewire-Port. Damit sind sie derzeit auf eine Speicherkapazität von 250 GByte beschränkt und drehen sich nur bis 5400 mal pro Minute. Für den stationären Gebrauch konzipierte Festplatten weisen eine Bauhöhe von 3,5 Zoll auf und bieten derzeit eine maximale Speicherkapazität von 2 Terabyte.
Interessant sind auch vernetzte Plattensysteme für den Hausgebrauch und kleinere Büros, die in einem Metallgehäuse zwei oder vier Festplatten aufnehmen und damit den verfügbaren Speicherplatz verdoppeln. Bei diesen NAS-Systemen (Network Attached Storaged) kommt eine Technik zum Einsatz, die sich RAID nennt. RAID-Systeme werden hauptsächlich für datenkritische Anwendungen wie Datenbanken, Transaktionssysteme und anderes eingesetzt. Hierfür werden zwei Platten entweder in Echtzeit für eine höchstmöglichen Datenschutz permanent gespiegelt (RAID-1) oder die Daten werden ständig parallel auf beide Platten verteilt, was die Schreib- und Lesegeschwindigkeit deutlich erhöht (RAID-0).
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