Nachrichten » Zubehör

29.06.2007 - 14:05 - Michael Hülskötter

Highspeed-Internet für drahtloses Mediastreaming: VDSL

Drahtloses Mediastreaming (Bild: AVM)Was ist derzeit der absolute Hype in Sachen Heimvernetzung? Genau, drahtloses Mediastreaming, bei dem auch immer öfter HD-Videoinhalte aus dem Internet geladen werden.

Die lassen sich dann auf einen Mediaserver packen, um diese hochaufgelösten Videoclips einer größeren Nutzerschar zur Verfügung stellen zu können. Dabei ergeben sich vor allem zwei Probleme:

1. Die Anbindung ans Internet ist mit bestehenden ADSL-Leitungen zu schmalbandig. Derzeit ist nämlich bei 16 MBit/s in Download-Richtung Schluss mit lustig – einen ADSL2+kompatiblen Router vorausgesetzt.

2. Sind die Daten dann auf dem Rechner, müssen diese drahtlos an den Server und von dort aus wiederum per WLAN an die Clients verteilt werden. Ohne breitbandiges Wireless LAN geht mit hochaufgelösten, simultanen Videostreams das Drahtlosnetz ganz schnell in die Knie.

Folge: Sie brauchen erstens eine superschnelle Datenleitung ins Internet und zweitens Turbo-WLAN. Um die fixe Drahtlostechnologie müssen Sie sich keine Sorgen mehr machen, wenngleich es noch diverse Anlaufschwierigkeit gibt. Und die beschleunigte Internetverbindung steht auch bereits zur Verfügung und nennt sich VDSL (Very Highspeed Digital Subscriber Line).

Die gute Nachricht: Mit T-Home via VDSL steht eine funktionierende Lösung parat. Ganz billig ist das allerdings nicht: So bezahlen Sie je nach Paket bis zu 100 Euro pro Monat. Darin enthalten ist aber das komplette Multimedia-Angebot: Surfen, telefonieren, glotzen und mehr. Weitere Kosten für Installation und notwendige Hardware schlagen nochmals mit rund 150 Euro zu Buche.

Technischer Exkurs: VDSL
VDSL nutzt das Übertragungsverfahren DMT (Discrete Multitone), das Bandbreiten von bis zu 200 MBit/s ermöglicht, also mehr als das 8-fache Tempo des aktuellen ADSL2+Standards (24 Mbit/s), zu dem VDSL übrigens abwärtskompatibel ist. Außerdem lässt sich VDSL sowohl asynchron (unterschiedliche Down- und Upstream-Tempi) als auch synchron (identische Down-/Upstreams) betreiben. Gerade die synchrone VDSL-Verbindung ist für simultane Videochats und -konferenzen sehr interessant. Aktuell bietet T-Home bis zu 50 Mbit/s in Download-Richtung und 10 Mbit/s in Upload-Richtung.

Im Gegensatz zu ADSL, das auf der herkömmlichen Telefon-Kupferleitung Daten versendet und empfängt, handelt es sich bei VDSL um eine hybride Technik, die sowohl auf Glasfaser als auch auf Kupfer setzt. Hierfür ist eine völlig neue Infrastruktur notwendig, die die hohen Datenraten ermöglicht. Die Rede ist von neuen Multifunktionshäuschen am Straßenrand, die die bisherigen für ADSL notwendigen Kabelverzweiger ersetzen. Diese neuen Häuschen beherbergen neue DSLAMs für die glasfaserbasierte Verbindung zwischen ISP und Kabelverzweiger sowie Splitter und Linecards für die kupferbasierte Anbindung zwischen Kabelverzweiger und VDSL-Kunde.

VDSL im praktischen Einsatz
Für den VDSL-Einsatz sind drei Komponenten erforderlich:

Fürs Highspeed-Surfen via VDSL sind neue Modems erforderlichDer VDSL-Switch verbindet lokale und entfernte Computer mit dem internen VDSL-Netzwerk. Die Geräte können mit einem Fast-Ethernet-Adapter (100 MBit) oder via Gigabit-Port (1000 MBit) verbunden werden. Die Anbindung an den VDSL-Splitter wird über eine RJ21-Telefonleitung bereitgestellt. Der VDSL-Switch sollte IEEE 802.1Q für virtuelle LANs und IEEE 802.1p für die Priorisierung von Datenströmen unterstützen.

Der VDSL-Splitter vereint Sprach- und Datenströme in bestehenden Telefonleitungen. Herkömmliche VDSL-Splitter nutzen drei RJ-21-Anschlüsse, um den Datenverkehr zu koordinieren: Ein Port verbindet Splitter und Switch, der zweite Port Splitter und Telefonanlage und der dritte Anschluss kümmert sich um kombinierte Datendienste innerhalb des VDSL-Netzes. Es sind VDSL-Splitter mit 24 und 48 Ports am Markt.

Das VDSL-Modem trennt die Sprach- und Datensignale des ankommenden VDSL-Signals. Es sollte mit je einem RJ11-basierten Telefon-Anschluss für das eingehende VDSL-Signal und für die Verbindung zum Telefongerät ausgestattet sein. Zudem kümmert sich ein RJ45-Anschluss (Fast Ethernet) um die Verbindung zwischen Modem und Computer.

VDSL goes Business
27 Arcor-Hotels sind mit neuester VDSL-Technik von SMC Networks ausgestattet (Bild: arcorhotels.com) Dass sich VDSL aber nicht nur an HDTV-Anhänger richtet, wird schnell klar, wenn man sich die B2B-relevanten Projekte anschaut, die gerade publik werden. So haben SMC Networks, Siemens Enterprise Communications und mc3 in einem gemeinsamen, groß angelegten Projekt 27 Arcor-Hotels mit einer kompletten VDSL-Infrastruktur ausgestattet. Hierfür kommen von SMC Networks die passenden VDSL-Switches, -Splitter und -Modems zum Einsatz, die den Hotelgast in Zukunft über eine einzige Leitung Telefonieren und Highspeed-Surfing ermöglicht – und zwar mit bis zu 15 MBit/s.


  • Mehr Infos zu VDSL-Produkten von SMC Networks gibt es hier.

  • Mehr Infos zu T-Home finden Sie dort.

weitere Artikel aus dem Bereich Zubehör

Apple verbaut bessere iSight im neuen MacBook Pro
Schutzhülle SwitchEasy für iPhone und iPad im Test

weitere Artikel

Stündlich neue iPhone Reviews
iMac Sondermodell mit Trackpad für 999,90 Euro

Zum Archiv Juni 2007

Kommentare - 0 von 0

Kommentar verfassen

Wenn Sie noch keinen Benutzernamen und Passwort haben, müssen Sie sich vorher registrieren.

Suche


QuickFinder

Tag-Cloud

Mein mackauf

Passwort vergessen?
Registrieren

Service

Eventübersicht
Nachrichtenarchiv
Lexikon
Kontakt
Mediadaten
Impressum