User generated content – das war das Stichwort des Web 2.0. Überall wurden User plötzlich eingebunden, sollten sie aktiviert und integriert werden. Nur die Suchmaschinen blieben so, wie sie immer waren. Irgendwie passiv, wenig nutzerorientiert, werbelastig – kurz: Web 1.0. Bis Januar.
Im Januar begann die neue Revolution von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales – wie so oft in letzter Zeit – mit einer Beta-Version. Jetzt gibt es die erste finale Version von Wikia Search, so heißt nämlich das neue Baby der großen Wiki-Familie. Wikia Search soll nicht nur einfach Suchmaschine sein. Der User wertet und kommentiert die Suchergebnisse nach Relevanz. Kennt man ein besseres Suchergebnis, fügt man es hinzu, ist ein Link irrelevant, löscht man ihn – er erscheint dann als durchgestrichener Verweis. So soll in Zukunft eine Suchmaschine entstehen, die schneller bessere Ergebnisse liefert.
Der Weg dorthin ist noch lang. Nur etwa 30 Millionen Seiten wurden bisher in den Index von Wikia Search aufgenommen. Deshalb, und um des direkten Vergleichs willen, bietet die Suchseite auch Links zu Google und Yahoo an. Obwohl Wikia Search nur langsam wächst, könnte sie auf Dauer zu besseren Ergebnissen kommen. So gilt, was immer gilt, seit es Wiki gibt: Je mehr User helfen, desto mehr wird schneller besser. Dass das Prinzip funktionieren kann, beweist Wikipedia.
Also: Schon aus Neugierde lohnt sich ein Besuch bei der freundlichen blauen Suchwolke.
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