Wer gerade entweder mit Langeweile oder Nostalgie oder mit der gefährlichen Kombination dieser zwei Elemente gesegnet ist, kann sich damit beschäftigen MacOS 7.5.5 auf seinem aktuellen Mac zu installieren.
Wenn Sie nicht wissen ob das was für Sie ist und ob sich das wirklich lohnt, lesen Sie bitte zuerst den Absatz in dem das Wort 'Nervengift' besonders häufig vorkommt.
Bis auf eine erforderliche Komponente ist sogar alles legal im Netz runterzuladen was man dazu braucht um nach 15 Jahren mal wieder Shufflepuck zu spielen.
Mein Geek-O-Sense sagt mir übrigens, dass es nicht mehr lange dauert bis man das auch auf dem iPhone tun kann – Monkey Island funktioniert via ScummVM schon, wenn auch nur unter Vorbehalt – JailBreak vorausgesetzt. [eigene Notiz: Begriffe '68k', 'Monkey Island', 'Nervengift' und 'iPhone' im Teaser untergebracht. Gehaltserhöhung einfordern.]
Vorerst kochen wir allerdings mit einem PowerPC oder Intel-Mac. Dazu benötigen wir:
Einen Emulator, ein 68k-ROM, eine bootfähige Irgendwas, eine alte MacOS-Version, Gewürze nach Belieben sowie ein starkes Nervengift (zum Beispiel Spiritus-Traubensaft, erhältlich bei dem Pizzabäcker der Ihnen das günstigste Menü liefert).
Als erstes entpacken Sie den Emulator in einen Ordner Ihrer Wahl und laden die benötigte Software von der Apple-Seite herunter. Nun genehmigen Sie sich eine ordentliche Portion Nervengift bevor Sie den folgenden Teil lesen. Ruhig noch eine. So ist gut.
Um irgendwas mit dem Emulator anzustellen brauchen Sie eine ROM-Datei eines alten 68k-Macs, zum Beispiel die eines LC oder Quadra. Selbst wenn Sie einen entsprechenden Mac besitzen ist die Rechtslage diesbezüglich ungeklärt und im Zweifelsfall illegal. Wenn Sie keinen entsprechenden Mac besitzen ist die Rechtslage zweifelsfrei illegal.
Also nehmen Sie noch einen guten Schluck von dem bereitgelegtem Nervengift und ordern Sie am besten schonmal Nachschub.
Es gibt drei Wege an ein solches ROM zu kommen, welcher passt wohl zu Ihnen?
Entschuldigung, das war zuviel Nervengift. In Wirklichkeit erstehen Sie bei eBay einen 68k-Mac um sich danach zu wundern, wie sie eine Software wie CopyROM von Ihrem neuen Mac auf den alten bekommen – und anschliessend das erstellte ROM wieder zurück! Gibt es eigentlich noch diese USB-Floppydrives? Ihre bevorzugte Forencommunity wird Sie bei der Suche nach PCI-X Karten mit ADB- und Serial-Ports mit freundlichen Lachern unterstützen.
Wenn Sie es dann wirklich geschafft haben, ein lauffähiges ROM auf Ihren aktuellen Mac zu kopieren, brauchen sie wohl keine Hilfestellung mehr bei der restlichen Installationschritten, falls doch: Die Anleitung von BasiliskII leitet Sie dadurch. Kleiner Tipp dazu: Wenn Sie die alten Diskimages im Finder mounten, können Sie diese mit dem Festplatten-Dienstprogramm in "Lesen und Schreiben"-dmg-Dateien konvertieren. Diesen Dateityp kann BasiliskII direkt mounten und Sie sparen es sich CDs zu brennen.
Wenn Sie dann mit der eigentlichen Installation der Software auf Ihrer virtuellen Festplatte fertig sind beginnt der Spaß, sofern Sie mittlerweile nicht soviel Nervengift zu sich genommen haben, dass Sie davon nichts mehr mitbekommen. Ihr MacOS X User-Ordner wird Ihnen jetzt sogar auf dem 7.5.x Desktop als Unix-Festplatte angezeigt, und sie können nach Herzenslust all die alten Spiele nicht spielen die 16 Farben voraussetzen. Herzlichen Glückwunsch!
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