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27.07.2010 - 16:27 - Christian Dietz

Apple verkauft leider noch immer keine Tennissocken

Das neue Ladegerät von AppleAber dafür seit heute endlich ein eigenes Akkuladegerät. Wie konnten wir nur so viele Jahre ohne dieses Kleinod der drahtlosen Technisierung unseren Alltag überstehen?

29,00 Euro soll das kleine Wunderwerk der Akkumulatorentechnik kosten und im Standby-Betrieb nur 30 mW verbrauchen, wo andere Geräte 315 mW schlucken. Nur bei uns in der Redaktion nicht. Wir ziehen unsere Ladegeräte einfach aus der Wand, wenn wir sie nicht brauchen.

Sechs NiMH Akkus sind auch direkt im Lieferumfang enthalten. Diese zeichnen sich – so Apple – durch eine besonders lange Lebensdauer und eine geringe Selbstentladung aus. "Selbst nach einem Jahr im Regal haben sie noch immer 80 Prozent ihrer Ladekapazität" ist auf der Apple Seite zu lesen. Dumm nur, dass jeder, der erst nach einem Jahr seine Batterien in der Bluetooth-Tastatur oder in der Magic Mouse tauschen muss, bereits seit mindestens elf Monaten tot vor seinem Schreibtisch liegt. Ein eher theoretischer Vorteil also im täglichen Gebrauch. Aber nett allemal.

Und wer sich schon bei seinem iPhone über die schlichte Kunst des Weglassens freute (SD-Karten-Slot? - Brauch ich nicht.), Apple bis heute für die Einführung der rechten Maustaste verflucht und die Bluetooth-Tastatur OHNE Ziffernblock für ein Geschenk von His Steveness persönlich hält, der wird die wahre Größe des Ladegerätes sofort erkennen: Das Ding hat nur eine Funktion: Es kann Akkus aufladen. Das ist die Einfachheit, die wir an Apple so lieben.

Nur eines stört den geneigten Redakteur doch erheblich am neuen Objekt der elektrifizierten Begierde: Die sechs mitgelieferten Akkus scheinen kein Apple Logo zu besitzen. Dass wir nicht erfahren, wieviel mA die kleinen Kraftspeicher haben – okay, das ist zu verschmerzen. Mit solchen Zahlen geben sich nur Anfänger ab. Aber der fehlende angebissene Apfel. Nein, Steve, dann warte ich doch weiter auf Deine Tennissockenkollektion. 

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