Gestern stellte Apple das iPad vor. Spannend allemal. Ein wenig sieht das iPad aus, wie ein aufgeblasenes iPhone. Braucht man also ein iPad, wenn man ein iPhone hat?

Wofür braucht man das iPad überhaupt und wenn ja, wer braucht es? Und warum ist das iPad Steves wichtigstes Produkt?
Die technischen Daten kann man überall nachlesen, an dieser Stelle sei also nur auf die entsprechende Webseite verwiesen: Tech Specs
Was bitte ist daran revolutionär?
Zu allererst muss man Apple gratulieren, dass sie mit dem Apple A4 einen eigenen Chip entwickelt haben, der mit 1GHz getaktet ist und bei der benötigten Leistung wenig Strom verbraucht. Wer könnte die Anforderungen an den Prozessor besser definieren, als Apple? Er wird genau auf das iPad abgestimmt sein. Nicht anders kann man sich eine Akku-Laufzeit von 10 Stunden erklären oder einen Standby-Betrieb von einem Monat.
Wir können gespannt sein, welche Prozessoren in den kommenden iPhones verbaut sein werden.
Ok, Apple baut Prozessoren. Revolutionär? Nein, aber ein guter Anfang.
Was bitte ist daran revolutionär?
Eigentlich gar nichts, denn das kennen wir schon vom iPhone. Spannender ist der Zeitpunkt der Einführung. War der Newton damals seiner Zeit voraus, kann das iPad auf den Bekanntheitsgrad des iPhones setzen.

Das iPhone kam auf den Markt, als Mobiltelefone jedem bekannt waren, ein Alltagsgegenstand. Und es hat den Markt revolutioniert. Hätte Apple versucht damals das iPad vorzustellen, wären sie wahrscheinlich wieder gescheitert. Aber mit dieser breiten Anwenderbasis und dem gewonnenen Know-how, ist es ein Kinderspiel für Apple einen relevanten Marktanteil zu erzielen.
Was bitte ist daran revolutionär?
Nichts. Denn Apps kennen wir schon vom iPhone. Geschickt ist es, dass alle iPhone Apps auch auf dem iPad laufen. Hinzu kommt nun aber auch iWork, dessen Interface grundlegend verändert wurde, um auf einem Eingabegerät wie dem iPad problemlos zu funktionieren. Auch alle anderen Apps, die man in den Grundversionen vom iPhone kennt oder die großen Brüder auf den „richtigen“ Macs, wurden angepasst. Egal, ob Kalender, Adressbuch, Mail oder Fotos/iPhoto. Alle Apps haben nun erweiterte Funktionen, bzw. sind auf Grund der überarbeiteten Eingabemöglichkeiten einfacher zu bedienen. Das nenne ich konsequent weiter gedacht.

Es geht in der Tat um die Einfachheit des Bedienens. Um nichts anderes. Hier will Apple neue Maßstäbe setzen.
Was bitte ist daran revolutionär?

Wir haben alle schon mal von Amazons kindle gehört. Es gibt ihn in zwei Größen. Schlicht, einfach, auf das Nötigste beschränkt.
Macht es Spaß seine Zeitung auf dem kindle zu lesen oder ein Buch? Das kann ich leider nicht beurteilen, da ich es noch nicht ausprobiert habe.
Apple hat mit iBooks aber eine neue Möglichkeit geschaffen Inhalte darzustellen. Die Seiten kann man umblättern oder durch Tippen weiterblättern. Die Schriftart kann geändert werden, um sich ein angenehmeres Lesen zu ermöglichen.

Für Zeitungen halte ich das iPad für weitaus spannender. Die Printmagazine dieser Welt leiden unter Rückläufigen Leser-/Absatzzahlen. Auf den Webseiten kann man alle Inhalte zwar interessanter aufbereiten, aber der Leser ist nicht, bzw. nur in Maßen bereit Geld für diese Inhalte auszugeben.
Das iPad bietet über den iTunes Store eine ganz andere Möglichkeit diese Inhalte zu vermarkten. Vom iPhone, Apple TV oder Mac mit iTunes sind es die Benutzer schon gewohnt Geld für Inhalte auszugeben. Und der Euro scheint hier in der Tat etwas lockerer zu sitzen.
Die Zeitung wird mit iBooks interaktiv. Ein wenig, wie in Harry Potter. Videos, statt Bilder.
Mit iBooks wird Apple meiner Ansicht nach nicht nur die Art der Berichterstattung, sondern auch das Leseverhalten revolutionieren. Und durch die Technik á la Harry Potter ein Stück Magie hineinbringen.
Die Preisgestaltung ist der verbauten Hardware mehr als angemessen, wenn man sich die Preise für SSD Platten einmal ansieht. Eine 64GB SSD Platte kostet zwischen 150 und 200 US-Dollar. Da ist das iPad 64GB mit 699 Dollar schon recht günstig.
Es reizt mich sehr ein iPad in die Finger zu bekommen, um die Möglichkeiten einmal auszuprobieren. Auch das Leseerlebnis möchte ich für mich neu entdecken, da ich immer noch am liebsten Bücher lese.
Stay tuned!
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