
Eine neues iPhone OS steht in den Startlöchern. Gerüchten zufolge wird das neue OS 4.0 iPhones und iPod touch der ersten Generation nicht mehr unterstützen.

Apple hat Erfahrung mit harten Schnitten in der Vergangenheit gemacht, um Performance und Usability zu steigern (siehe Wechsel von OS 9 zu OS X als auch der Wechsel zu Intel).
Apple optimiert so zusehends die Produkte (inkl. Software) als auch den Gewinn, durch kostensparende Maßnahmen.
Nicht anders ist auch ein Annähern an Microsoft zu sehen. Die Bande zu Microsoft sind stark, auch, wenn man sich in der Öffentlichkeit als Gegner gibt und die Lager der Apple-Jünger und DOSen-User nicht verhärteter sein könnten.
Ein kurzer Rückblick: 1999 wurden die MacGuardians gegründet. Die Aufgabe lautete „guarding the Mac – serving the community“. Das war in Zeiten kleiner, einstelliger Marktanteile.
Apple ist im Mainstream angekommen. Weder Apple noch die Community bedurften der Dienste der MacGuardians.
Im Mainstream anzukommen heisst aber auch Massenware zu produzieren und die Marge zu optimieren. Ob Apple besser oder schlechter geworden ist, möchte ich an dieser Stelle gar nicht diskutieren. Viel mehr besteht aber für Apple die Notwendigkeit sich strategische Partner zu suchen, die sich nicht ein großes Stück des eigenen Kuchens einverleiben wollen.
Microsoft ist Konkurrent von Apple. Aber auf der anderen Seite auch wieder nicht. Der Marktanteil Apples wird Microsoft nicht interessieren, zumindest nicht im Desktop Markt. Google hingegen fängt an in Apples Gewässern zu fischen und setzt das gewonnene Know-how aus den letzten Jahren nun ein, um eigene Produkte auf den Markt zu werfen. Zeit für Apple sich neu zu orientieren.
Wie schon am Anfang erwähnt, die Bande zwischen Apple und Microsoft sind stark. Was liegt also näher, als die Suche von Google auf bing umzustellen?
Wenn man schon dabei ist, kann man auch Google Maps auf Bing Maps umstellen.
Eine Sache ist hier aus meiner Sicht sehr spannend. Microsoft setzt auf Silverligt, das als starker Konkurrent zu Flash gehandelt wird, weil es ressourcenschonender und leistungsfähiger ist, als der Adobe Spross.
Was also, wenn Apple statt Flash nun Silverligt und statt Google Maps bald Bing Maps und bing statt Google als Suchmaschine?
Apple spart Geld. Ganz einfach. Google hat eine schier erdrückende Marktmacht und kann die Forderungen einfach diktieren. Hier unterscheiden sich Apple und Google nicht sonderlich. Auch Apple nutzt seine Marktposition schamlos aus. Aber wie im richtigen Leben, geht es nicht gut, wenn zwei Alphatiere sich zu nahe kommen.
Microsoft verspricht günstigeres Suchen (der Anteil der Werbeeinnahmen wird zu Gunsten Apples aufgeteilt) und mit Silverlight bekommt man eine moderne Technik. Microsoft verspricht sich hier hingegen wahrscheinlich eine bessere Marktdurchdringung mit Silverlight und kann Bing gegenüber Google weiter ausbauen, da der Anteil der iPhones auf der Welt nicht gerade gering ist.
Das waren jetzt viele kleine Puzzelteile, die in Summe aber vielleicht ein Bild ergeben, warum Microsoft in Googles Fußstapfen treten wird und diese vielleicht gar nicht zu groß sind.
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