Gestern legte Apple seine Quartalszahlen vor. Während wir in unseren Bettchen schlummerten liefen die Zahlen über die Ticker.
Werfen wir doch einen kleinen Blick darauf:
Andere IT Hersteller haben in der vergangenen Woche ebenfalls überraschend gute Zahlen vorgelegt (siehe hier und hier) und die Erwartung an Apple war groß. Die letzen Quartale verliefen allesamt sehr gut und Apple knüpfte nahtlos an diese Erfolgsgeschichte an.
Das vierte Quartal, das Ende September zu Ende ging, ist das profitabelste in der Geschichte Apples. Der Hersteller aus Cupertino konnte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 25 Prozent auf 9,87 Milliarden US-Dollar steigern und erwirtschaftete damit einen Nettogewinn von 1,67 Milliarden US-Dollar. Für die Aktienbesitzer bedeutet dies einen Zuwachs von 1,26 US-Dollar pro Aktie.
46 Prozent des Umsatzes generiert Apple im Ausland. Während die Abverkäufe von Desktop-Rechnern um 16 Prozent zurück gingen, konnte Apple den Absatz der MacBooks um 35 Prozent steigern. Das neue Betriebssystem Snow Leopard tat mit einer Umsatzsteigerung um 18 Prozent sein übriges.
Eine Sättigung scheint im Bereich der MP3 Player erreicht zu sein. Apple hat im vierten Quartal mit 10,12 Millionen iPods 8 Prozent weniger als im Vorjahr verkauft. Dafür legeten die iPhone Verkäufe um 7 Prozent zu. Das entspricht 7,37 Millionen verkauften iPhones.
Die Cash-Cow von Apple, der iTunes Store steigerte den Umsatz um 22 Prozent auf 1,02 Milliarden US-Dollar.
Einen kleinen Hinweis auf neue Hardware gab es dann zum Schluss. Apple kündigte an, dass die Gewinnmarge bei der Hardware zukünftig kleiner werden wird. Dies lässt auf ein besseres Preis-/Leistungs-Verhältnis hoffen. Außerdem soll der Gewinn im aktuellen Quartal durch höhere Kosten für Luftfracht geringer ausfallen. Warum? Weil ein neues Produkt pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in den Läden stehen soll …
Wen wundern die Zahlen? Mich jedenfalls nicht. Versuchen andere Mubilfunkhersteller doch gerade einmal zum iPhone der ersten Generation aufzuschließen, außerdem scheint auch die breite Masse von der Qualität der Apple-Rechner zunehmend überzeugter zu sein, anders ist der steigende Absatz kaum zu erklären. Das freut mich, auch wenn Apple für mich den Geist des „Think Different“ schon länger verloren hat. Es ist trotzdem eine Art des anderen Denkens, die dies ermöglicht. Geiz ist eben nicht immer geil.
Apple war schon immer innovativ oder setze bestehende Technologien in Frage, um sie zu verbessern. Auch wenn dies manchmal Zeit kostet und man nicht auf jeden Zug sofort aufspringt. So hat Apple sich z.B. erst relativ spät dazu entschieden bei facebook und twitter mitzumischen.
Apple auf Twitter: http://twitter.com/iTunesPodcasts
Apple auf facebook: http://de-de.facebook.com/iTunes
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