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03.02.2009 - 20:35 - Heiko Stäsche

Google Earth is watching you!

Google hat Version 5.0.11337.1968 seiner beliebten Software Google Earth heraus gebracht.

Geworben wird mit spannenden Neuerungen wie der Möglichkeit jetzt auch den Meeresboden zu erforschen, inklusive 3D Schiffwracks wie der Titanic. Auch kann man jetzt Landschaftsveränderungen im Laufe der Zeit durch historische Bilder verfolgen.  Und sogar seine Reisen als Touren anlegen und diese dann von anderen Nachverfolgen lassen, inklusive einer Tonspur für Musik oder gesprochenen Inhalten als Untermalung.

Doch die Internetgemeinde ist nicht wirklich glücklich mit dem Update der ansonsten äußerst beliebten Software – denn in den AGBs des Programms findet sich nun der Hinweis:

"To continue using Google Earth, you must accept the new Google privacy policies and allow Google Software Update to run in the background on your computer."

Wir sollen also Google zugestehen, das wir bereit sind eine, wenn auch „Software Updater“ betitelte, Zusatzsoftware im Hintergrund laufen zu haben? Permanent? Die dann automatisch für das Update von Google Earth sorgt, zumindest unter anderem? 

Es gibt keinen plausiblen Grund, wieso dieser Updater permanent im Hintergrund laufen müsste – fast jede Software hat heutzutage eine Auto-Update Funktion, beschränkt sich aber darauf dieses dann aufzurufen, wenn das Programm gestartet wird. Welchen Sinn und Zweck sollte es haben so einen Prozess dauerhaft aktiv zu halten?

Die Dreistigkeit diesen Fakt einzufordern, wird nur leider zu wenige Nutzer davon abhalten Google Earth trotzdem zu installieren - inklusive des Updaters. Ein Großteil wird unwissend in die Falle tappen und sich somit dem großen Bruder kampflos ergeben.

Aber sehen wir es doch mal so – wir erforschen mit Google die abgelegensten Fleckchen der Erde, entdecken den Himmel und seine Gestirne, können jetzt sogar auf Schatzsuche in den Weltmeeren gehen – wer könnte es Google da verdenken, das sie auch ein wenig erforschen, entdecken und auf Schatzsuchen gehen möchten? ;-)

Für alle, die trotzdem das Programm nutzen, aber ohne einen zumindest höchst unnötigen Hintergrundprozess akzeptieren zu wollen, bleibt die Möglichkeit Google Earth auszutricksen:

·      Den Ordner GoogleSoftwareUpdate.bundle durch „Zeige Paket Inhalte“ öffnen.

·      Die darin befindlichen Ordner „Frameworks“, „MacOS“ und „Resources“ leeren.

·      Abschließend die Datei „ com.google.keystone.agent.plist “ im Ordner /Benutzer/ihrName/Library/LaunchAgents entfernen.

Damit ist der Updater entfernt, ohne beim Start von Google Earth erneut installiert zu werden, was die Folge eines einfachen Entfernens des Update Bundles wäre.

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