
US-Informatiker der Universitäten Berkeley und San Diego wollten herausfinden, ob das Versenden von Massenmails wirklich profitabel ist. Um möglichst realitätsnah zu sein, haben die Wissenschaftler eine Online-Apotheke kreiert, in der es unter anderem 'kleine blaue Zwerge' des größten Pharmaherstellers der Welt zu kaufen gab.
Die Wissenschaftler haben sich Zugang zum Botnetz 'Storm' verschafft und Ihren Pharma-Spam an fast 76.000 infizierte Rechner geschickt.
Allerdings erhielten die potentiellen Kunden bei Ihren Bestellversuchen lediglich eine Fehlermeldung (ein wenig Anstand hatten die Wissenschaftler also doch).
In knapp vier Wochen wurden über 350 Millionen Mails verschickt. Die Ausbeute war dem ersten Anschein nach nicht groß: 28 Bestellungen im Wert von ungefähr 100 Dollar. Die Bestellquote lag bei 0,00001 Prozent. Das wäre eine Bestellung auf 12,5 Millionen eMails. Das ist besser, als ein Lottogewinne, aber ob man davon reich werden kann?
Bedenkt man, dass nur 1,5 Prozent des Storm-Netzes genutzt wurden, kann man die Zahlen schnell selbst hochrechnen und kommt auf über 6.000 Dollar pro Tag, wenn man das komplette Netz nutzen würde. Im Jahr kommt man so immerhin auf fast 2,5 Millionen Dollar.
Das ist aber nur der Umsatz, nicht der Gewinn. Über die Kosten für das Versenden von Mails gibt es leider nur Schätzungen. Eine dieser Schätzungen geht von ca. 80 US-Dollar pro einer Millionen Mails aus. So hätten die Forscher mehr Geld ausgegeben, als sie eingenommen haben. Die Kosten dürften also weit geringer liegen.
Wenn man aber in die Überlegung einbezieht, dass Spammer das Botnetz selbst betreiben, liegen die Kosten auch deutlich unter der Schätzung von 80 Dollar/1 Mio. Mails. Dann würde sich der Versand der unerwünschten Mails wiederum rechnen.
Auch wenn der Spam-Filter von Apple Mail mittlerweile sehr gut ist, habe ich SpamSieve installiert und bin sehr glücklich damit.
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