So toll die neuen iMacs auch aussehen, einen Wermut-Tropfen gibt es dennoch. Auf den neuen Tastaturen fehlt die Apfel-Taste. Sie hat uns seit dem ersten Mac von 1994 begleitet und sie war das offensichtlichste Unterscheidungsmerkmal zu profanen PCs. Sie ist sogar Teil unseres Sprachgebrauchs geworden. Wir speichern mit “Apfel-s” schließen Fenster mit “Apfel-w” und beenden Programme mit “Apfel-q”. Schade!

Es gibt noch einen weiteren Abschied zu feiern. Auch der 17-Zoll-iMac ging den Weg alles irdischen und wird nun durch den 20-Zöller ersetzt. Kein schlechter Tausch, denn zum Preis des 2.0 GHz Vorgängermodells mit 17-Zoll-Schirm (1.199 Euro ) gibt es nun einen 20-Zöller, der zudem besser aussieht, ansonsten aber bis auf den Grafikchip ganz ähnliche Spezifikationen aufweist. Was es leider nicht mehr gibt, ist ein iMac unter 1.000 Euro.
Gespannt sind wir darauf, wie sich die neuen Displays machen. Es ist immerhin das erste mal, dass meines Wissens ein Desktop-Modell mit einem hochglänzenden Bildschirm ausgestattet wird. Ich persönlich mag diese Dinger nicht. Auf der anderen Seite sind die Leuchtkraft der Farben und das tiefe Schwarz, die solche Bildschirme darstellen können, immer wieder beeindruckend.
Ein echter Gewinn sind die neuen Grafik-Prozessoren. Zum Einsatz kommt im Einsteiger-20-Zöller der ATI Radeon HD 2400 XT mit 128 MByte dediziertem GDDR3 Speicher, in den beiden anderen iMacs werkelt der ATI Radeon HD 2600 PRO mit 256 MB dediziertem GDDR3 Speicher.
Beide Grafik-Chips unterstützen die Wiedergabe von HD-Inhalten. So besitzt der HD 2400 XT eine hardwareseitige H.264/VC-1-Dekodierung und unterstützt HDMI mit 5.1 Surroundton. Damit wäre theoretisch die Wiedergabe von Blue-ray und HD-DVDs möglich, vorausgesetzt der iMac wäre mit einem solchen Laufwerk ausgestattet. Noch einen Schritt weiter geht der HD 2600 Pro Chip. Hier wird die Wiedergabe der vollen HD-Auflösung 1080p unterstützt.
Mit den verbauten Core 2 Duo CPUs mit 2.0 und 2.4 GHz sind die Einsteiger- und Mittelklasse-iMacs gut unterwegs. Geschwindigkeitsmäßig sollte hier also kein Anlass zu Klage bestehen. Richtig Dampf wird wohl aber die Top-Ausstattung mit dem 2,8 GHz Intel Core 2 Extreme Prozessor geben. Damit dürfte der iMac in die Riege der schnellsten Desktop-PCs auf dem Markt aufrücken.
Was hat sich sonst noch getan? Ganz klar, die Festplatten. Die kleinste Lösung kommt mit passablen 250 GByte, wahlweise mit 500. Den 2.4 GHz 20-Zöller gibt es standardmäßig mit einer 320 GByte Festplatte, optional sind aber auch 500 und 750 GByte. Spitzenreiter ist der 2.8 GHz 24-Zöller. Hier gibt es von Haus aus die 500 GByte Festplatte, optional sind 750 GByte und sogar ein Terrabyte möglich.
Damit mutiert das iMac Top-Modell zu einem hervorragend ausgestatteten Produktionsrechner. Mit 4 GByte Arbeistspeicher, 2..8 GHz CPU und der Terrabyte-Festplatte schlägt er dann gerade mal mit 3.309 Euro zu Buche und da ist ja ein 24-Zoll-Display schon im Preis inbegriffen.
Ein 3.0 GHz Mac Pro mit einer 750 GByte Festplatte und 4 Gbyte Arbeitsspeicher ist da mit rund 4.257 Euro deutlich teurer. Auch wenn dieser Vergleich zugegebenermaßen hinkt, denn die Mac-Pro-Spezifikationen sind per se deutlich professioneller, allein was die Konfigurationsmöglichkeiten und die servertauglichen XEON-Prozessoren betrifft.
Ein Teil des bemerkenswerten neuen Designs bilden die neuen Tastaturen. Sie sind unglaublich dünn und ähneln mit den neuen Funktionstasten den MacBook-Tastaturen. Gegen 30 Euro Aufpreis gibt es sogar eine noch kompaktere kabellose Variante. Wir gut sich damit in der Praxis tippen lässt, wird sich aber noch zeigen müssen.
Bleibt die Frage, welchen iMac man nehmen soll. Ich muss zugeben, dass mir eine Empfehlung noch nie so schwer gefallen ist. Klar, wer das beste vom Besten will, wählt den 24-Zöller mit der 2.8 GHz CPU. Wer allerdings sein sauer verdientes Geld beisammen halten muss, sollte genau nachrechnen. Der 2.0 GHz iMac ist mit 1.199 Euro ein reelles Angebot.
Allerdings bietet die nächstbessere Ausstattung für lediglich 250 Euro Aufpreis deutlich mehr Gegenwert. Die CPU ist mit ihren 2.4 GHz besser für die Zukunft gewappnet, die Festplatte bietet 70 GByte mehr Platz und der Grafikchip ist deutlich leistungsfähiger. Ich empfehle daher die letztere Variante, falls man die 250 Euro erübrigen kann. Wenn nicht, ist die Einsteigervariante bestimmt keine schlechte Wahl.
Nachfolgend die technischen Daten, direkt aus der Apple-Pressemitteilung.
Der 20-Zoll 2,0 GHz iMac für 1.199 Euro verfügt über:
Der 20-Zoll 2,4 GHz iMac für 1.449 Euro verfügt über:
Der 24-Zoll 2,4 GHz iMac für 1.749 Euro verfügt über:
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