Wenn der Dashboard-eigene Taschenrechner nicht von Hause aus schon neun Stellen unterstützen würde, müsste Apples Finanzabteilung in der Softwareentwicklung eine neue Version des Rechenknechts beantragen – denn die Quartalsergebnisse des kalifornischen Unternehmens scheinen nur eine Richtung zu kennen. Und die geht steil nach oben, wie die am Mittwoch veröffentlichten Zahlen zeigen.
Wir haben die Ticker, Nachrichtenseiten und wichtigsten deutschen und internationalen Tageszeitungen quer gelesen und fassen die interessantesten Kommentare zuammen.
Keine Frage, bei der Financial Times Deutschland ist man verblüfft von den Quartalsergebnissen des Computer und titelt deshalb salopp "Apple scheffelt dank iPod Milliarden." Weiter heißt es dort: "Gründlich verschätzt hatten sich somit die Analysten. Sie hatten Apple nur einen Gewinn von 0,77 $ pro Aktie zugetraut." Der Realgewinn lag hingegen bei 1,14 Dollar je Aktie. "Das reicht Apple aber nicht.", befindet die FTD und bezieht sich damit auf das kürzlich angekündigte iPhone, mit dem Apple seinen Siegeszug fortsetzen will.
Diese Meinung vertritt auch die ZDF-Nachrichenredaktion: „ Das iPhone könnte Apple dabei helfen, seine dominante Stellung auf dem Markt für tragbare digitale Geräte auszubauen. Hier hält der Konzern in den USA mit seinem iPod mehr als 70 Prozent Marktanteil.“
Die Folge der positiven Zahlen nennt die Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung, nicht ohne auf die noch anstehenden Untersuchungen zur Rückdatierung von Aktienoptionen zu verweisen: „Die Apple-Aktien legten nachbörslich um 2,31 Prozent auf 97,14 Dollar zu. Apple sieht sich allerdings einer behördlichen Untersuchungen wegen der Rückdatierung von Aktienoptionen gegenüber."
In ihrer Berichterstattung geht die Frankfurter Allgemeine Zeitung auch auf die prognostizierten Zahlen für das kommende Quartal ein: "Für die kommenden Monate gab Apple einen zurückhaltenden Ausblick. Der Umsatz werde zwischen 4,8 und 4,9 Milliarden Dollar liegen, der Gewinn pro Aktie bei 54 bis 56 Cent. Der Ausblick ist deutlich konservativer als erwartet. Das Unternehmen ist jedoch für seine niedrigen Prognosen bekannt."
Reuters ergänzt die Reaktionen der Börsianer zu diesen niedrigen Prognosen: "Ganz so viel Zurückhaltung hatten Experten nicht erwartet. Da Apple bereits etwa 70 Prozent des Marktes für digitale Musikspieler beherrscht, fragen sich Branchenexperten, wie das Unternehmen sein hohes Wachstumstempo halten will. Die Investmentbank JP Morgan beispielsweise hatte dazu vor allem auf Mac-Computer gesetzt. Weil diese allerdings hinter den Erwartungen zurückblieben, empfahl sie ihren Kunden erstmals seit zwei Jahren nicht mehr, Apple-Aktien zu kaufen."
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