In Vorbereitung auf die Macworld Expo 2008 gab es ja allerlei Gerüchte um mögliche und unmögliche neue Produkte, die Steve Jobs während seiner Keynote vorstellen wird. Was dabei herausgekommen ist, wissen wir ja jetzt. Unter den Gerüchteprodukten war auch ein Tablet-Mac, den Apple auf den Markt bringen könnte. Cupertino hat uns den Gefallen nicht getan, und das aus gutem Grund.

Denn wie wir gerade am Axiotron-Stand erfahren haben, ist Apple an solch einem Nischenprodukt gar nicht interessiert. Lieber unterstützen sie kleine Firmen wie eben Axiotron bei der Entwicklung eines entsprechenden Gerätes wie dem modbook, das der Hersteller aus dem kalifornischen El Segundo endlich zur Macworld Expo 2008 vorstellt. Der Grund für die Verzögerung des Produkteinführung ist schnell erzählt: Apple unterstützt Axiotron erst seit April 2007 als so genannter Properietary Solution Provider, und zwar in Sachen Sales- und Techniksupport.
Das Konzept sieht folgendermaßen aus: Axiotron bekommt von Apple eine speziell angepasste Unterseite des Macbook geliefert, auf das der Hersteller ihr berührungsempfindliches Display samt elektronischer Intelligenz montiert. Dieser mit einem dreifach-versiegelten Metallrahmen ummantelte Monitor ist aus einem speziell behandelten Glas gefertigt, das vor allem Grafikern und solchen Menschen das Gefühl einer echten Papieroberfläche vermitteln soll. Die metallene Oberfläche des Displayrahmens gibt es übrigens in matt und hochglänzend. Letzteres wurde für medizinische Anwendungen entwickelt, die entsprechende Anforderungen an solch einen Tablet-Computer stellen.
An der Oberseite des modbooks befindet sich im Inneren eine GPS-Antenne, mit deren Hilfe der Tablet-Mac als Navigationssystem und für das Taggen von Bildern mit Geodaten fungiert. Außerdem bietet das modbook dank des eingebauten Santa-Rosa- Chipsatzes WLAN gemäß Draft-n-Spezifikation, aber kein Bluetooth, da diese Funktion derzeit unter Mac OS X 10.5 auf dem modbook nicht funktioniert. Genauso wenig wie das Umschalten vom Quer- auf das Hochformat.

Für Handschrifterkennung kommt aktuell die nicht optimal funktionierende Software InkWell im modbook zum Einsatz, allerdings arbeitet der Hersteller mit dem französischen Unternehmen VisionObjects zusammen, die ihre Software MyScript in Zukunft auf dem modbook implementieren wollen. Dann klappt's auch mit krakeligen Handschriften, wovon wir uns am Demo-modbook überzeugen konnten. Dabei wird man übrigens vom sehr guten Eingabestift unterstützt, der diverse Funktionen bietet und sehr elegant per eingebautem Magnet in der Haltevorrichtung arretiert wird.

Ganz billig ist solch ein Tablet-Mac natürlich nicht: das modbook gibt es ab 2.290 US-Dollar. Ab April soll der Rechner auch bei uns erhältlich sein, vermutlich über Gravis. Mehr Infos zum modbook erhält man auf der Webseite des Herstellers.
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