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03.03.2009 - 22:09 - Fabian Hüttenhoff

Apple erneuert die komplette Desktop-Linie auf einen Schlag

Die sich immer enger ziehenden Kreise der Gerüchteküche haben zumindest mit dem Datum Recht behalten. Anders als erwartet wurde aber nicht nur der Mac Pro mit aufgewertet, sondern auch noch diverse Kleinigkeiten (wie eine kompakte USB-Tastatur) gepflegt. mackauf wirft an dieser Stelle einen Blick auf die neue Desktop-Palette!

Mac mini

Neuer Mac mini

Eine eher zurückhaltende Modellpflege legte Apple heute mit seinem Einsteigergerät hin. Leistungstechnisch macht der Mac mini keinen großen Sprung, die nennenswerteste jedoch wenig überraschende Neuerung ist die Verwendung des NVIDIA Mobilchipsatzes.

Der Arbeitsspeicher bleibt mager besetzt, die 1 GB in der Standardausführung sind beinahe schon unzeitgemäß, und die 120 GB-Festplatte, die noch verbaut wird, dürfte schon nach kurzer Zeit überquellen.

Eine deutliche Aufwertung bringt die Umstellung von der Intel-Chipgrafik auf den NVIDIA 9400M, welcher auch in den MacBooks verwendet wird. Der teilt sich zwar weiterhin den Arbeitspeicher mit dem restlichen System, ist aber trotzdem um einiges schneller. Das macht den Mac mini nun auch für Gelegenheitsspieler interessant, etwas betagtere 3D-Titel sollten nun kein großes Problem mehr darstellen.

Neu ist auch der mini DisplayPort, der mini DVI-Ausgang blieb im Gegensatz zu den MacBooks zum Glück erhalten und auch ein Adapter von Mini-DVI auf DVI liegt dabei. Ärgerlich ist dafür, dass die Apple Remote ins Zubehörregal wanderte.

Der Mac mini gibt sich nun überraschend anschlussfreudig: 5 USB-Ports, ein Firewire 800-Port und Gigabit-Ethernet klingen angesichts anderer Spezifikationen (wie etwa dem Arbeitsspeicher) schon fast wie Luxus.

iMac

Apple aktualisiert den iMac

Wie der Mac mini wurde auch der iMac komplett auf Nvidia-Chipsatzgrafik umgestellt. Dabei verwenden der 20-Zoll iMac sowie der kleine 24er die 9400M, wie sie auch schon seit Ende letzten Jahres in den mobilen Rechnern Anwendung findet. Ab 2,93 GHz beziehungsweise 1.699 Euro verbaut Apple in den 24 Zoll iMacs dedizierte Grafikkarten, die ihren eigenen Speicher haben.

Erstmals bei Apple finden dabei NVIDIAS GeForce GT-Karten Verwendung. Die GT 120 wird im mittleren 24 Zoll iMac mit 256 MB Speicher verbaut, das Topmodell hat die GT 130 mit 512 MB spendiert bekommen.

Die Prozessoren haben einen dezenten Schubs nach vorne bekommen, das maximal Mögliche sind nun 3,06 GHz. Auch bei den Anschlüssen hat sich ein bisschen getan: Der externe Monitoranschluss ist nun natürlich ein mini DisplayPort und der Firewire-Ausgang wurde von 400 auf 800 aufgestockt.

Mac Pro

Apple aktualisiert den Mac Pro

Auch im Mac Pro findet sich fortan nur noch FireWire 800, ganze 4 Anschlüsse, die sich gleichmäßig auf Vorder- und Rückseite verteilen. Ebenso finden sich an sämtlichen verfügbaren Grafikkarten, welche nunmehr ein bis vier GeForce GT120 oder eine Radeon HD 4870 sein können, mini Display-Ports.

Bei der GT 120 sollte noch bemerkt werden, dass nun jede einzelne Karte zwei 30 Zoll-Displays mit 2560x1600 ansteuern kann. Wer von der Abwrackprämie nicht profitiert, weil der eigene Wagen zu neu ist, aber trotzdem grad den Gegenwert eines Golfs unbedingt entbehren möchte … ich denke, ich muss den Satz nicht zu Ende führen.

Bei den BTO-Optionen sind nun ein oder zwei "Nehalem" Quad Core-Prozessoren mit bis zu 2,93 GHz wählbar die maximal 32 GB RAM ansteuern können. Jeder der vier Festplattenplätze kann mit 1 TB-Platten ausgebaut werden.

Fazit

Der Mac mini ist nicht nur preislich die Untergrenze der Apple-Modellpalette. Gerade das Basismodell ist mit 2 GHz, 1 GB RAM und 120 GB Festplattenplatz schon bei gehobenen Ansprüchen überfordert. Aber mehr als ein Einsteigermodell – zum Surfen, Mailen und für Textverarbeitung – soll der Mac mini auch gar nicht sein.

Die Ansprüche des iMacs haben sich auch nicht geändert, die heutige Produktpflege wartet nicht mit radikalen Neuerungen auf, sondern macht den All-in-One Desktop wieder attraktiver. Besonders die neuen Grafikkarten in den oberen Modellen dürften Spieler ansprechen.

Wer überlegt sich einen Mac Pro anzuschaffen, weiss wahrscheinlich schon ganz genau warum er dies tut. Acht 30-Zoll Cinema Displays nebeneinander sind übrigens ziemlich genau 5,50 Meter breit. Das Update integriert Intels aktuelle Prozessoren in die Modellpalette und bietet sonst wenig überraschende Optionen – ohne dabei zu enttäuschen.

Bemerkenswerte Dinge am Rande:

  • Apple bewirbt sämtlich Modelle als umweltfreundlicher und schadstoffärmer. Inwieweit das stimmt und wie groß die Differenzen zu den Vorgängermodellen ausfallen, werden die ersten Praxistests und Demontagen zeigen. Beispielsweise ob die neuen iMacs Bildschirme mit LED-Hintergrundbeleuchtung verwenden oder nicht.
  • FireWire 400 ist tot, lang lebe FireWire 800! Eine konsequente Entscheidung, schliesslich hat USB 2.0 dem kleineren Feuerdraht immer mehr den Rang abgelaufen.
  • Dazu setzt Apple konsequent auf den mini DisplayPort. Einzig der Mac Pro und Mac mini verfügen noch über DVI-Ausgänge, aber das sind bisweilen Übergangslösungen. Wären mehr Displays auf dem Markt mit dem neuen Standard-Anschluss, ich bin mir sicher der Sprung wäre noch radikaler ausgefallen.

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