Während meines Informatikstudiums sind mir die Begriffe "Anode" und "Kathode" bestimmt mal begegnet, allerdings war die Erinnerung an deren Bedeutung schon ziemlich verblasst. Bis heute, da stieß ich auf einen sehr interessanten Beitrag, der sich mit dem Thema Lithium-Ionen-Akkus beschäftigt. Denn ich als eingefleischter und überzeugter Macbook-Anwender finde es immer spannend, wenn sich auf dem Feld der steckdosen-unabhängigen Stromversorgung von Notebooks etwas tut.
Der Beitrag verweist auf eine Forschungsarbeit an der altehrwürdigen Universität von Stanford, die ja für ihre Kreativköpfe und bahnbrechenden Forschungsergebnisse hinlänglich bekannt ist. Und dieses Mal geht es eben um Lithium-Ionen-Akkus: Assistenzprofessor Yi Cui und seine Leute haben nämlich herausgefunden, dass im Vergleich zum aktuell verwendeten Kohlenstoff das Element Silizium viel besser als Anodenmaterial geeignet wäre, um die Aufnahme-Kapazität eines Lithium-Ionen-Akkus um ein Vielfaches zu erhöhen.
Allerdings stand bis dato ein erhebliches Problem dieser Revolution im Wege: Silizium in Form von Dünnfilm dehnt sich beim Laden um den Faktor vier auf, und beim Entladen schrumpft es wieder entsprechend. Mögliche Folge: Pulverisierung der Silizium-Elemente mit einhergehendem Kapazitätsverlust. Also hat sich das Team von Yi Cui daran gemacht, mit Nanodrähten auf Siliziumbasis zu experimentieren. Und das Ergebnis ist sehr vielversprechend: Aufgrund ihres sehr geringen Umfangs hält sich die Ausdehnung der Silziumdrähte in machbaren Grenzen und die Lithium-Ionen können zudem besser in das Material ein- und austreten.
Sobald das Ganze Marktreife erlangt und die zugehörigen Akkus bezahlbar sind, können wir endlich den ganzen Tag am Macbook oder Macbook Pro fern ab von der Steckdose arbeiten. Aber bis dahin wird wohl noch einige Zeit vergehen.
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