Die Macworld Expo in San Francisco steht kurz vor der Tür und die Gerüchteküche brodelt, dass es einem Angst und Bange wird. So will Jim Goldmann von CNBC aus einer Quelle, die wiederum mit einem asiatischen Auftragsproduzenten von Apple assoziert ist, erfahren haben, dass es Anfang nächsten Jahres ein Apple-Subnotebook mit 12-Zoll-Display und SSD sowie im Frühsommer das iPhone II geben soll.
Das will ich nicht unkommentiert lassen. Normalerweise erwarte ich solche Spekulationen von der Digitimes. Diese Site berichtet von und für die IT-, TK und UE-Industrie im asiatischen Raum. In der Vergangenheit war dieses Medium vergleichsweise gut in der Vorhersage neuer Apple-Produkte.
Ganz einfach deshalb, weil sich die asiatischen Zulieferer von Elektronik-Bauteilen und die dortige Fertigungsindustrie in diesem Medium selbstbeweihräuchern können. Nach dem Motto: "Hey! Ich habe soeben von einer Firma aus Cupertino den Auftrag für die Fertigung von so und so vielen Displays bekommen". Aus solchen Meldungen ließen sich dann leicht entsprechende Gerüchte destillieren.
Eine entsprechende Meldung bezüglich 12-Zoll-Displays oder anderer Subnotebook-Bauteile ist mir dort noch nicht aufgefallen. Sehr wohl aber eine zu einem Auftrag über 90.000 13.3-Zoll-Displays vom 4. Dezember. Diese bezieht sich aber wohl eher auf aktuelle MacBooks für das Vor- und Nachweihnachtsgeschäft.
Insofern ist die CNBC-Meldung reine Spekulation, zumal mir weitere Belege für das Apple-Subnotebook ausser einem früheren Gerücht nicht bekannt sind. Interessanterweise heißt es in diesem Gerücht, dass das Apple-Subnotebook ein 13- und nicht 12-Zoll-Display haben soll.
Wird also ein Apple-Subnotebook kommen? Keine Ahnung! Aber: Jeder, der sich in der IT-Branche ein wenig auskennt weiß, das Subnotebooks zwar nicht unbedingt in Deutschland, aber dafür im Rest der Welt Verkaufsschlager sind. Und was fehlt im Apple-Portfolio? Genau, ein Subnotebook! Die Wahrscheinlichkeit ist also recht groß, dass daran auch bei Apple gearbeitet wird um die Angebotspalette abzurunden. Zumal der Rest der Apple-Notebooks seit kurzem wieder auf dem Stand der Technik ist (Stichwort Santa Rosa).
Auch ist klar, dass die Wahrscheinlichkeit recht groß ist, dass statt einer Festplatte ein SSD, sprich also ein Flashspeicher-Medium zum Einsatz kommen könnte. Denn das haben so ziemlich alle Subnotebook-Hersteller in der Pipeline und die Speicherhersteller pushen diese Technik recht stark. Das wissen wir spätestens seit der Frühjahrs-CES und der diesjährigen CeBit.
Und was ist mit dem iPhone II? Hey, das kann sich jeder Depp ausrechnen! Wie alle anderen Hersteller von IT- und Unterhaltungselektronik bringt auch Apple alle paar Monate neue Versionen seiner Produkte. Im Sommer wird das iPhone ein Jahr alt sein, höchste Zeit also für ein verbessertes Modell. Oder vielleicht auch eine Zusatz-Variante die mehr oder weniger kann als das aktuelle iPhone, beispielsweise UMTS. Vielleicht aber auch das iPhone nano?
Also cool bleiben und abwarten! Bei unserem Lieblingshersteller aus Cupertino ist alles möglich aber es kann auch ganz anders kommen als man glaubt. Und das füher oder später, je nach dem. Das war, ist und wird immer so bleiben.
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