In unserem ausführlichen Test haben wir bemängelt, dass es für Apple TV nur wenig Video-Material von der Stange gibt. Umständlich muss das meiste von Hand konvertiert werden.Jetzt löst Elgato dieses Problem mit der neuen Version von EyeTV. Auf Mausklick erstellt es Apple-TV-kompatible Videos. Außerdem unterstützt die neue Version 2.4 die Apple-eigene Suche Spotlight und bietet diverse Verbesserungen, beispielsweise beim EPG.
Aber es kommt noch besser: Wie wir aus sicherer Quelle in Erfahrung bringen konnten, wird es von Elgato bald auch einen Hardware-Encoder geben, den Turbo.264. Er soll die Konvertierung in das für iPod, Apple-TV und Sony-PSP geeignete H.264-Format deutlich beschleunigen. Die Rede ist von einer im Vergleich zu einem 2 GHz Intel-Mac bis zu sechsfachen Geschwindigkeit. Der Encoder-Stick für die USB-2.0-Schnittstelle soll ab Mai für 99 Euro erhältlich sein.
Preisvergleich Elgato Turbo.264
Aber alles der Reihe nach. Was uns und alle Apple-TV-Fans interessiert ist natürlich der One-Click-Export in EyeTV 2.4. Wie schon beim Export für den iPod genügt es, das entsprechende Video in EyeTV zu markieren und auf den Export-Knopf zu klicken. Das Video wird konvertiert und landet automatisch in iTunes und damit auf dem Apple TV.
Da bekannt ist, dass das Video-Format für den iPod auch auf dem Apple TV läuft, wollten wir wissen ob hinter dem Apple-TV-Konverter lediglich der iPod-Export steckt. Angesichts der mickrigen Auflösung wäre das natürlich schade.
Tatsächlich haben wir herausgefunden, dass die Routine ganz neu ist und wirklich hochauflösendes Material für die optimale Wiedergabe auf dem Apple TV erstellt. Elgato schrieb uns dazu:
"Apple hat Vorgaben für die Erzeugung von Inhalten für Apple TV und iPod mit Video festgelegt. Dabei geht es darum, möglichst nicht zu skalieren, die Originalauflösung beizubehalten und die selbe Bildrate abzuspielen. Da Apple TV eine Auflösung bis zu 1280 x 720 Bildpunkten unterstützt, passt herkömmliches PAL, wie es etwa über DVB-T, DVB-C und DVB-S ausgestrahlt wird, in die maximale Apple TV Auflösung hinein. Im Klartext: Handelsübliche EyeTV-Aufnahmen (Standard Definition) werden unskaliert im selben Bildseitenverhältnis und bei gleicher Bildrate transkodiert, das gilt für 4:3 und für 16:9.
Beispiele:
PAL 16:9 720x576, 25 fps -> H.264 720x576, 25 fps
PAL 4:3 720x576, 25 fps -> H.264 720x576, 25 fps
HDTV 1920x1080, 25 fps -> H.264 1280x720, 25 fps
Im Gegensatz dazu der Export für den iPod Video. Dort kommen wir um die Skalierung nicht herum, denn der iPod packt ja nur eine Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten. Hier würde nur das unverändert übernommen, was kleiner oder gleich dieser Auflösung ist."
Damit steht dem Genuss von hochauflösendem Material auf dem Apple TV nichts mehr im Wege. Der Preis von 79 Euro für die Software Elgato EyeTV 2.4 hält sich in Grenzen. Besitzer der Vorversion 2.0 können das Update kostenlos herunterladen.
Angesichts des hohen und damit zeitaufwändigen Rechenaufwands freuen wir uns auf den kommenden Turbo.264-Stick. Der ist übrigens eng verwandt mit dem Instant Video To-Go von ADS-Tech. Allerdings hört man aus Fachkreisen, dass Elgato die Firmware des Sticks selbst programmiert hat und damit bessere, sprich schnellere Ergebnisse erzielt.
Die mit dem Turbo.264 mitgelieferte Software erlaubt es Videos per Drag and drop zu konvertieren. Unterstützt wird alles, was QuickTime nativ oder über Komponenten wie Flip4Mac dekodieren kann. QuickTime Pro wird nicht benötigt. Die Software installiert ihrerseits eine QuickTime-Komponente, über die Anwendungen, die den QuickTime-Export nutzen (beispielsweise iMovie), auf den Turbo.264 Zugriff erhalten.
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