Endlich, es wurde aber auch Zeit! Apple beweist mal wieder, dass sie mehr können als Kisten zu entwerfen, die zugegebenermaßen schicker und neuerdings auch kleiner sind als die der Konkurrenz. Apple stand Ende der 90er Jahre für ein Lebensgefühl, eine Überzeugung, dass diejenigen, die sich trauen, neue Wege zu gehen und ihren Gedanken freien Lauf zu lassen, nicht verrückt sind, sondern diejenigen, die uns als Menschheit weiterbringen. Nun hat sich Apple öffentlich für das Recht von homosexuellen Paaren auf eine gleichberechtigte Ehe ausgesprochen.
Kalifornien mit seinen kalorienbewussten Restaurants, seinen Fitnessstudios, seinen fortschrittlichen Umweltgesetzen – und das unter dem Terminator! – und einer bunten Mischung an Menschen aus allen Kulturen und Erdteilen steht für das Lebensgefühl der unbegrenzten Möglichkeiten, jenes amerikanischen Lebensgefühls von Freiheit und Chancengleichheit, das mich als Teenager so begeistert hat und mir in den vergangenen acht Jahren abhanden gekommen ist.
Wir Consumerschicht-Kunden der neuen MacBooks haben es zukünftig nicht leicht, zumindest wenn es um FireWire-Gerätschaften geht, die wir schon besitzen. Externe Festplatte? No, Sir. Target-Modus? Auf keinen Fall! Camcorder mit FireWire-Anschluss? Wozu das denn?
Steve ist der Meinung, die Kameras der letzten zwei Jahre haben alle USB, und außerdem sollen sich Profis gefälligst das teure MacBook Pro kaufen, wenn sie ordentlich schneiden wollen. Auf die Idee, dass jemand auf einem MacBook mit Final Cut Studio arbeitet und trotzdem seine teure Kamera anschließen und hinterher alles auf eine FW-Platte sichern will, kommt der werte Herr aus Cupertino nicht.
Jeff Carlson von TidBits hat sich überlegt, wie man das Signal seiner älteren Camcorder nun doch noch ins neue MacBook bekommt. Und die Antwort lautet: Es ist nicht schön oder gar ideal, aber es geht – irgendwie. Und zwar per Analogwandler. Drei Dinger hat er gefunden, mit denen es klappen könnte.
Der erste Wandler kommt von Pinnacle, nennt sich Video Capture und kostet keine 100 Dollar (bei Amazon ab 69,56 Euro). Funktionieren sollte auch der ConvertX von Plextor, der immerhin viereinhalb MacWorld-Mäuse verliehen bekommen hat. Der dritte Adapter, den Carlson vorstellt, führt zwar Windows als Systemvoraussetzung an, vielleicht funzt der Video XPress von ADS Tech aber dennoch am Mac. Gehen sollte es auch mit dem EyeTV 250 Plus, dem Video-Konverter und TV-Tuner von Elgato (bei Amazon ab 163,16 Euro).
Der einfachste Weg, dem Digital-Analog-Digital-Drama zu entgehen, ist entweder das noch vorhandene weiße Plastik-MacBook, denn das hat noch einen FireWire-Port. Oder eben ein MacBook Pro – noch…
Elegant ist anders, Apple!
Gestern hatte ich ja bereits von Steves Fähigkeiten, andere Menschen zu beeinflussen, geschrieben. Doch nun kommt auch noch der Teil hinzu, der Jobs als Fan von Lenny Bruce erkennbar werden lässt. Der Teil, der auch schmutzig quatschen kann.
Denn Jobs deutete nicht nur an, dass man im Falle eines attraktiver werdenden Netbookmarktes einige schicke Idee in petto habe, sondern sagte in aller Deutlichkeit, dass es eine Kundenschicht gebe, die man gar nicht bedienen wolle. Apple wisse nicht, wie man einen guten Computer für 500 Dollar baue, der nicht schrottig ist. Und es widerspreche Apples DNS, sowas herauszubringen.
So ist das mit Steve. Räuspert er sich, bekommen die Aktionäre Schweißausbrüche. Deutet er etwas an, bekommen die Mitbewerber Schweißausbrüche. Der Mann weiß, wie man Menschen beeinflusst bzw. manipuliert und so das PR/Marketing-Budget schont.
Eine Kostprobe seines Könnens gab Jobs während der Frage- und Antwortrunde nach der Vermeldung der Quartalszahlen. Er wurde nach dem Netbook-Markt gefragt und antwortete, Apple wolle sich derzeit in diesem Markt nicht positionieren, aber sollte er interessanter werden, dann habe Apple einige interessante Ideen in der Hinterhand. Und schon fließt bei uns der Speichel …
Eigentlich wollte ich heute Morgen ein langes Stück zu den thematischen Eckpunkten Kreativität, Urheberrecht, Freiheit, Business schreiben. So in etwa. Wie gesagt, eigentlich. Denn dann passierte etwas, was mich erst begeisterte, wie schnell und unkompliziert das Netz bei Problemlösungen helfen kann, und dann schockierte, weil der Faktor Mensch trotz aller guten Absichten alles vernichten kann.
Worum es geht? Es geht um die Hilfsaktion von Adam Jackson, der versuchte, innerhalb von zwei Tagen 3.000 Dollar aufzutreiben, um den Traum einer Freundin zu retten, die sich gerade nicht einmal selbst helfen kann.
So, fünf Flittertage sind rum. Das Tippen fällt zwar noch ein wenig schwer, aber Haus am See sagte via Twitter so richtig: "Waren ja auch Flitter- und nicht Twittertage!" Am Dienstag Abend, als Steve und Jony die Bühne rockten, flanierte ich noch am Ostseestrand und bin im Nachhinein sehr dankbar dafür, dass ich keinen Schimmer hatte, was da gerade präsentiert wurde. Denn diese neuen MacBooks sind unglaublich sexy.
Ja, es stimmt, die Dinger haben kein Firewire. Und ich werde den Anschluss definitiv vermissen. Denn zwei Dinge stehen fest: 1. Ich hätte gern Firewire am MacBook. 2. Ich werde mir schnellstens ein neues MacBook kaufen, vielleicht sogar ein Pro.
Ich werde nicht auf Apples PR-Masche reinfallen und diese Entscheidung gegen Firewire gleich umarmen. Aber mal ehrlich: Firewire ist nicht der Erfolg, der er werden sollte. USB ist mittlerweile der Standardanschluss an Festplatten, Foto- und Videokameras, Druckern, Scannern, etc.
Würde ich ein professionelles Videosystem nutzen, dann wäre Firewire sicherlich meine Nummer 1. Aber ich nutze viel ambitioniertes Amateurzeugs, und da sind überall USB-Anschlüsse dran. Ich nutze Firewire derzeit nur für eine einzige Anwendung: Time Machine.
Als Apple ADB abschmiss, meckerten viele. Nun schmeißt Apple anscheinend Firewire ab. Und wieder werden viele meckern. Aber die User-Realtität sieht meistens anders aus. Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe, wenn Firewire schon verschwinden muss: Warum in aller Welt hat etwa das MacBook Air immer noch nur einen einzigen USB-Anschluss?!
Kein fader Beigeschmack, kein "ach, es war enttäuschend" oder "ich hätte mir aber dies und jenes gewünscht". Nein, es war wirklich ein perfektes Event.
Bei Apple scheint sich eine Wende abzuzeichnen. Viele Seiten, die die heute vorgestellten Produkte schon vor Tagen abgebildet hatten, sind nicht von Apples Anwälten abgemahnt worden. Warum nicht?! Weil der Wahrheitsgehalt der Bilder nur bestätigt worden wäre? Oder weil Apple nachsichtiger mit den Kunden umgeht und das Potential des "Habenwolleneffekts" ausnutzen möchte?
Auch die nette 'Question & Answer' Runde auf der Bühne habe ich so und in dieser Offenheit noch nicht mitbekommen. Chapeau.
Am Ende sind Produkte herausgekommen, die von Grund auf neu entwickelt wurden, super aussehen und voller technischer Neuerungen stecken. Gerade bei der Grafikleistung hat Apple deutlich nachgebessert und auf das Bitten und Drängen der User gehört, die sich im MacBook und teuren MacBook Air nicht mit einer kleinen Futzelgrafikkarte zufrieden geben wollten.
Ideale Ergänzung zu den neuen Books ist das zeitgemäße 24" LED Cinema Display. Für die User, die einen mobilen Desktop-Rechner haben möchten. Unterwegs leistungsstark und am heimischen Arbeitsplatz genug Platz, um seinen Ideen Raum zu verleihen.
Wer nicht weiterlesen möchte, sollte sich aber hier auf jeden Fall noch informieren:
Das Event zum Nachlesen gibt es hier, die Keynote als Video hier und die neuen Produkte mit guten Preisen wie immer hier.

Apples Special Event zum Thema Notebooks ist vorbei und wir sind um einige neue Laptops, ein neues Display und viele Einsichten reicher. Und ganz nebenbei wurde das MacBook Air auch aktualisiert und ein neues 17 Zoll MacBook Pro angekündigt.
Kurz die wichtigsten Facts vorne weg: Unser liebster Computerhersteller hat sowohl seinen portablen Consumergeräten wie auch der Pro-Serie ein Update verpasst, das sich gewaschen hat:
Doch eigentlich waren die interessantesten News gar nicht die neuen Produkte, sondern die ungewöhnlich offene Art und Weise, mit der Apple sie zelebrierte.
Als Kind wollte ich nie Lokführer, Polizist oder gar Bauarbeiter werden. Im letzteren Falle erlebe ich aber gerade eine Renaissance. Ich träume nämlich seit einigen Nächten von Backsteinen. Im Englischen heißen die Ziegel bricks. Aber mit Brick wird nicht nur ein Stein beschrieben, und gerade Macianer bekommen bei dem Begriff schweißnasse Hände.
Gemeint ist vielleicht das gemunkelte Herstellungsverfahren, bei dem aus einem Block Alu das komplette Gehäuse rausgedrückt, gefräßt, wie auch immer rausgekloppt wird. Und während wir bis nächsten Dienstag noch ein paar Tage Zeit haben und wir sowieso schon alle wie verrückt geifern – ich tue es zumindest… – und auf geile Kisten aus Cupertino hoffen, geistern durch zahlreiche Foren Bilder angeblicher Gehäuse, die gebrickt wurden.
Ob dem so ist, erfahren wir wahrscheinlich nächste Woche. Bis dahin träume ich weiter von Backsteinen…
Als im September die neuen iPods vorgestellt wurden, heulten alle – also auch ich… –, die nicht wahrhaben wollten, dass im September immer nur Musikkrams kommt, als dann doch keine neue Macs vom Meister präsentiert wurden.
Nächste Woche hat Jobs aber keine Ausrede mehr. Und es gibt so viel, was wir uns wünschen: Neue Displays, neue minis, neue MacBooks (normal, Pro sowie auch und vor allen Dingen Air). Und die Foren quellen über vor Designentwürfen von Menschen, die nicht bei Apple angestellt sind.
In manchen Fällen ist das auch gut so, in Einzelfällen aber auch bedauerlich. Wer sich in den kommenden Tagen noch ein wenig erhitzen möchte, klicke hier.
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