
Januar: Ende des Monats stellt Apple das iBook vor. Es hat mit dem PowerPC-Laptop gleichen Namens nichts zu tun, sondern ist das lang erwartete Tablet, von dem die Gerüchteküche seit Ende der Cuba-Krise spricht. Auf die Frage, ob ihnen kein neuer Name für das "incredible, groundbreaking device" eingefallen sei, antwortet Jonathan Ive mit "Nein, und äh… iBook klingt doch toll, oder?" Das Betriebssystem ist eine neue Variante von OS X namens iBook OS, oder kurz B-OS. Neben den erwarteten Möglichkeiten Filme zu gucken, Musik zu hören etc. kann man über iTunes nun auch Bücher und Comics kaufen, sowie Zeitungen und Magazine abonnieren. Steve Jobs holt Hugh Hefner auf die Bühne, der das Playboy-Abo demonstriert. Jobs preist auch die Teflonbeschichtung des Displays an, von der sämtliche Flüssigkeiten einfach abperlen "Isn't it amazing?".
März: Auf einem überraschend eingerufenen Special Event stellt Apple den neuen 64-Core Mac Pro (Codename "Granatapfel") mit Intels neuem "Methusalem"-Chip vor. Das Gehäusedesign bleibt unverändert, wozu Jonathan Ive bekennt, dass ihm für den Mac Pro nichts neues mehr einfalle. Jobs verkauft es als "It's got the same incredible design as ever. Boom!" Dafür sind BluRay-Laufwerke nun Standardmäßig verbaut, und als BTO-Option für sämtliche anderen Modelle (außer dem MacBook Air) verfügbar. Adobe-CEO Shantanu Narayen betritt die Bühne, und erklärt dass sie Apple zu diesem Schritt gedrängt haben, da sie sonst die Creative Suite 5 nicht ausliefern könnten. Darauf hin ertönt schallendes Gelächter im Saal, doch Narayens Miene bleibt ernst: "Die Creative Suite 5 Master Collection wird auf 2 Dual-Layer BluRay-Disks ausgeliefert." Eine vollständige Installation nimmt circa 90 GB Platz in Anspruch. Sämtliche Programme sind nun voll 64-Bit-fähig, und InDesign CS5 benötigt nur noch 3 Minuten und 19 Sekunden für einen Kaltstart.
April: Völlig überraschend werden an einem Dienstag die Apple Stores vom Netz genommen. Nach wenigen Stunden tauchen Sie mit kernerneuerten MacBook Pros wieder auf, sie haben vor allem an Geschwindigkeit zugelegt dank Intels neuem Core3Duo-Mobilprozessors (Codename: "Moses"). Es sind auch die ersten Notebooks mit dem MagSafe2-Adapter, der einen Infrarotsensor besitzt, und bei hektischen Bewegungen im Umfeld des MacBooks automatisch das Stromkabel abwirft. Äußerlich unterscheiden sie sich nicht von den Vorgängermodellen, Jonathan Ive ist für ein Statement nicht erreichbar. Steve Jobs erklärt in einem Interview mit dem Wall Street Journal, dass das Design bereits so gut war, dass ihnen nicht eingefallen ist, wie es noch verbessert werden könnte.
Juni: Auf der WWDC hat Apple einen Berg voll Neuankündigungen, Highlight ist sicherlich das neue iPhone 3GSM (3G Speed More), das doppelt so viel RAM, einen schnelleren Prozessor sowie eine Kamera mit Nachtsichtmodus besitzt. Optisch bleibt das neue iPhone unverändert, worauf Jobs und Ive auf der Bühne mit Wodka anstossen. Eine frühe Build von Mac OS X 10.7 wird an Teilnehmer des ADC-Programms verteilt, es ist komplett Auflösungsunabhängig, der 32-Bit Kompatiblitätsmodus entfällt dafür. In einer Nebenmeldung wird verkündet, dass über den AppStore bereits 80 Milliarden Programme abgesetzt wurden, den Löwenanteil davon hat das Spiel "Doodle Jump".
September: Leichte Modellpflege bei den iMacs, die nun ebenfalls auf Intels 64-Core Prozessoren umgestellt werden, aber optisch fast unverändert daherkommen. Kenner können die neuen Modelle an der Glasabdeckung des Displays erkennen, das im Gegensatz zur ersten (rund) und zweiten Generation (eckig) nun in dezenten Zick-Zack-Linien mit dem Aluminium des Gehäuses abschliesst. Jonathan Ive hat seit Wochen niemand mehr gesehen, die offizielle Erklärung von Apples Pressestelle lautet, er sei "im Urlaub".
Oktober: Bei der traditionellen Verkündung der Quartalszahlen gibt Phil Schiller zum 17. Mal in Folge Rekordergebnisse bekannt. Sämtliche Produkte verkaufen sich wie geschnitten Brot, obwohl er zugibt, dass sich rein äußerlich ja gar nichts geändert habe. Ein paar Tage später ist iTunes 12 als kostenloser Download verfügbar, viele Anwender beklagen sich darüber, dass es sich aus mangelndem Festplatten-Speicher nicht installieren oder starten lasse. iTunes 11 bleibt daraufhin als Kompatiblitätsoption für Geräte mit 250 GB-Festplatten weiterhin verfügbar.
November: Pünktlich zu Thanksgiving erscheinen runderneuerte iPods. Der Classic ist nun mit bis zu 1 TB Kapazität verfügbar (der Shuffle mit bis zu 64 GB), Die Kamera des Nano kann nun auch einfach nur fotografieren. Die neuen iPods sehen auf den ersten Blick genauso so aus wie die alten, sind aber in viel mehr Farben erhältlich. Phil Schiller tritt in einem Hasenkostüm vor die Kamera und nuschelt durch eine Karotte "That's all, folks!", womit er meint, dass man sich ohne Angst vor weiteren Produktneuheiten den Weihnachtseinkäufen widmen kann. Auf MobileMe kann man eCards mit zahlreichen Weihnachtsmotiven verschicken, eins zeigt Jonathan Ive, der vor seinem neuen Haus in Sibirien steht und in die Kamera winkt.
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