
Der ehemals bissigste Hund Die ehemals beste Anwältin von Apple, Nancy Heinen, hält den Kopf hin für den Rückdatierungsskandal, zahlt 2,2 Millionen US-Dollar und darf fünf Jahre lang nicht im Vorstand eines aktiennotierten Unternehmens arbeiten.
Die Dame hatte geholfen, Aktienoptionen rückzudatieren und Firmenunterlagen zu frisieren. Im Mai hatte sie bei Apple gekündigt und sich eine gute Rechtsberatung gesucht. Das scheint gut funktioniert zu haben, denn immerhin kommt sie mit einem winzigen blauen Auge davon. Und die Abfindung – sowie das vermutete Trostpflaster aller nicht erwischter Manager bei Apple inklusive His Steveness – dürfte die Schmerzen länger als nur fünf Jahre lindern. Außerdem ist sie mit einem solchen Lebenslauf sicher eine Anwärterin auf einen hochdotierten Beratervertrag in der Wirtschaft.
So ist das: Versuchen die Kleinen, dem Fiskus was vorzuenthalten, schlägt dieser mit der gesamten Härte des Gesetzes zu. Versuchen allerdings die Großen so eine Nummer, schaut der Richter einmal ganz streng, verhängt eine lächerlich niedrige Strafe, und alle gehen fröhlich nach Hause.
Es sei angemerkt, dass Nancy Heinen nicht als schuldig angesehen wird. Man hat sich geeinigt: Die Börsenaufsicht stellt die Strafverfolgung ein, Nancy zahlt und gilt als unschuldig. Sie hat ja auch nichts Verbotenes getan – nur das, was üblich ist in solchen Kreisen...
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