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19.07.2008 - 10:25 - Dirk Kirchberg

Der Apfel und der Stamm

Nein, keine Panik, heute schlage ich mal nicht auf die Telekom ein – obwohl es dafür schon wieder und immer noch genügend Anlass gibt. Nein, heute ist das Ziel meiner Verbalattacke: Apple!

Denn auch wenn ich noch kein iPhone-Besitzer bin – aus bestens bekannten Gründen –, so ärgert mich doch, wie Apple sich gegenüber Entwicklern von Programmen für das Supertelefon verhält. Darauf gekommen bin ich über einen Artikel bei Onkel Heise, der zusammenfasst, was beim App Store alles falsch läuft.

Da werden Entwickler bevormundet, die Qualitätssicherung klappt nachweislich überhaupt nicht, und irgendwie klingt das alles nach reichlich viel Schmu.

Und was tut Apple? Kassiert weiter ab, aber sonst erst einmal nichts. Als Metapher wären wir jetzt beim Kettenhund, der alles und jeden ankläfft, der sich auf den Hof wagt, um dann still in der Ecke zu liegen, wenn er beim Klau eines Schinkens erwischt worden ist.

Ist es nicht schrecklich, wie in den letzten Jahren aus der Hippie-Bude mit dem Regenbogen-Logo ein glanzloses Rollkragenunternehmen mit Dell-Ambitionen geworden ist? Aus Think Different wurde der übliche Scheiß á la Twice as fast. Half the price.

Ich wünschte, Apple wäre als Unternehmen so kundenfreundlich wie die Computer und die Software. Ich wünschte, Apple würde sich für die Belange seiner Kunden wirklich interessieren. Ich wünschte Apple, das neue, hätte ein wenig mehr von Apple, dem alten.

Ich finde das alles sehr traurig. Evangelisierende Jünger Kunden werden von Apple nicht besonders liebevoll behandelt. Oder kennt von Euch jemand ein Unternehmen, das seine early adopters so abstraft wie Apple? Und nein, Microsoft zählt nicht – die spielen in einer eigenen Liga...

Dieses ganze Thema passt leider perfekt zum Klimawandel. Da wurde ja auch aus dem gemütserheiternden Sommer ein niederdrückendes Sommerloch mit viel Regen. Was da hilft? Regenjacke an, weitermachen und auf einen Umschwung hoffen. Denn Petrus und Steve lassen sich nicht in die Karten schauen. Schönes Wochenende...

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Der Zahn der Zeit oder gepriesen sei der Shareholder

20.07.2008 - 22:54 - (iOlli)

Lieber Dirk,
ich kann Deinen Kommentar zur aktuellen Situation um unseren Lieblingshersteller von HW und SW voll und ganz nachvollziehen und auch in der Zwischenzeit unterstützen.
Wobei ich es hier nicht an diesen hippen Themen wie AppStore festmachen möchte. Es geht mir schon seit einiger Zeit so, dass ich mehr und mehr den Eindruck gewinne, dass das ehemals so aussergewöhnliche Unternehmen ala Apple zu einer einfachen schnöden und nach dem kleinsten Dollar respektive Euro hechelt. Eine Tatsache, die ich ja mal per se nicht als verwerflich darstellen möchte, aber der Schwabe würde sagen: "Es hat hoid alles a Geschmäckle" mittlerweile. Ob nun die Entwickler sich generell über die Art und Weise im AppStore aufregen, oder aber dieses me.com Disaster in den letzten Wochen.
Es wird halt nun doch nach und nach eine stinknormale HW und SWbude wie viele andere auch (leider) und können sich, so vermute ich mal, in 5-10 Jahren, nicht mehr vom Einheitsbrei absetzen. Und dann schaun mer mal, wer dann den längeren Atem hat.
Ich für meinen Teil fange schon mal langsam an, mich nach Alternativen umzuschauen.

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