Ich konnte es mir nicht vorstellen, dass ich länger als eine Woche ohne Netzzugriff aushalten würde. Wie sollte das gehen, ohne Mails, ohne Maps, ohne Twitter? Aber lasst Euch sagen: Es geht – und zwar sehr gut.
Eine Woche lang fuhr ich mit einem Hausboot den Shannon rauf, erlebte wunderbare sonnige Tage und Tage mit Windstärke 10 und Regen, der mir horizontal entgegenkam. Ich schlief aus, spielte ein wenig Golf, besuchte kleine Orte, ging in Pubs, las keine Zeitung, vermisste nicht eine Sekunde das Internet.
Nun bin ich wieder da, und ich komme so langsam wieder ein die digitale Spur. Ich merke aber, dass die Auszeit noch nachwirkt. Ich springe nicht jede Minute an den Rechner, weil ich ja sonst eine Nachricht oder eine Mail verpassen könnte. Ich habe die Kiste auch (noch) deutlich länger aus als sonst. Ich nehme an, dass sich das auch wieder ändern wird. Irgendwann wird die Mühle wieder fast 24 Stunden am Tag an sein, ich viele Stunden davor sitzen und arbeiten und surfen und und und.
Aber bis es soweit ist, genieße ich noch die selbst verordnete freie Zeit. Das sollte man sowieso viel öfter mal machen, sich frei nehmen. Das schärft den Blick auf die Dinge. Schöne Woche!
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