Erst wurde gestänkert, nun wird nachgezogen: Der Brockhaus-Verlag stellt seine komplette, multimedial aufgerüstete Brockhaus Enzyklopädie ab Mai frei ins Internet. Das bedeute eine radikale Änderung der Geschäfts-Strategie, berichtet das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel am Montag.
»Mit dem neuen Web-Auftritt zieht der Verlag laut Fachzeitschrift die Konsequenz aus dem 2007 massiv eingebrochenen Geschäft mit klassischen Nachschlagewerken. Der Markt habe sich schneller gedreht als erwartet, so Brockhaus-Vorstand Marion Winkenbach.« Da wäre der Brockhaus nicht der Erste, der vom Internet überrollt wird... Dagegen keine Überraschung: »Refinanziert werden soll das komplette Internet-Angebot durch Werbung.«
Und nachtreten müssen die Damen und Herren auch noch: »Von Wikipedia, der Konkurrenz im Internet, will sich der Brockhaus durch seinen Erfahrungsschatz, Qualitätssicherung und die Auswahl von relevanten Inhalten unterscheiden. « Natürlich, dürft Ihr ja auch. Aber erzählt uns nicht, dass Ihr die Weisheit löffelweise verabreicht bekommt und alles andere nur schnöde Prekariatsbildung wäre...
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