Was da gerade in den USA abgeht und mit einem Schlag sämtliche iTunes- und sonstigen MP3-Fans auf der ganzen Welt kriminalisieren könnte, hat mit Spaß nichts mehr zu tun. Es geht nämlich um die Frage, ob es erlaubt ist (oder nicht), von den eigenen Audio-CDs MP3-Dateien zu erstellen – und zwar für den legalen (!) Privatgebrauch.
Genau diese aktuelle Rechtslage will die RIAA (Recording Industry Association of America) komplett in Frage stellen. Denn der Lobby-Verband der amerikanischen Musikindustrie sieht in einem laufenden Verfahren des Musiklabels Atlantic gegen eine Paar aus Arizona die MP3-Kopie als nicht-legal an. Dabei geht es um exakt 54 MP3-Dateien, die das Ehepaar Howell angeblich im Filesharing-Netz Kazaa zur Verfügung gestellt hat. Und dafür will Atlantic exakt 40.500 US-Dollar (rund 28.000 Euro).
Da kann man wirklich sehr gespannt sein, wie dieser Fall ausgehen wird. Wenn ich mir überlege, wie viele legal gerippte MP3- und MP4-Files auf meinem MacBook und Hifidelio ganz plötzlich als illegal eingestuft werden könnten. Da müsste ich ja nach derzeitigem Stand alleine für meine iTunes-Bibliothek über 1,5 Millionen US-Dollar berappen. Woher soll ich die denn nehmen? Vielleicht mal wieder Lotto spielen?!
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wenn ich das ganze richtig verstehe, soll das Ehepaar nicht dafür angeklagt werden, dass es von seinen CDs MP3-Files erstellt hat, sondern dafür, dass es diese MP3-Files anderen Personen zum Tausch angeboten hat.
Wenn das so ist, dann bin ich dafür, dass die verknackt werden!
Warum werden diese illegalen Tauschaktionen immer so verharmlost?? Es ist doch dassalbe wie illegale Software-Raubkopien. Es sind Musik-Raubkopien, die in diesen Netzwerken verteilt werden. Ich bin jedenfalls dafür, dass das kriminalisiert wird. Denn es ist ein Fass ohne Boden. Wenn mir Musik gefällt und mir etwas an den Künstlern liegt, dann bin ich auch bereit, dafür 10 Euro pro CD oder 99 Cent pro Titel zu bezahlen.
Hallo effeff,
stimmt, die sollen verknackt werden, weil sie es gewagt haben, in ihren Kaza--Shared-Ordner 54 (!) Lieder eingestelt zu haben, und selbst das ist wohl nicht bewiesen.
Allerdings geht es nicht um die Howells bei der ganzen Sache und auch nicht darum, den Musikern ihren verdienten Lohn vorzuenthalten. Nein, es geht um so Lobbiisten wie die RIAA, die mit Raubritter-Methoden versucht, bestimmte Leute zu kriminalisieren, und das betrifft dich genauso wie mich und alle anderen Musikfans, die von ihrer CD auch mal gerne eine MP3-Kopie erstellen.
Und das geht gar nicht, schließlich haben ich und Sie für die CD bezahlt,. Und solange ich die gerippten Sachen nicht kommerziell nutze, kann ich damit machen, was ich will. Ich kaufe aus diesem Grund auch keine kopiergeschütztem CDs mehr, da mir eine Handvoll Leute diktieren will, wie ich meine gekaufte Musik zu nutzen habe.
Und die Tatsache, dass DRM-geschützte Musik kurz vor dem Ende steht, zeigt ja, dass zumindest die großen Labels kapiert haben, dass manches einfach nicht geht. Un die RIAA wird das wohl auch noch.
In diesem Sinne... Mike
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