Das Interview dürfte so manchem Verantwortlichen der Messe AG in Hannover, die sich um die CeBIT kümmern, einen Schauer über den Rücken gejagt haben: Seung Kak Kang, Deutschlandchef des Multimedia-Riesen Samsung, stellt in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Impulse die provokante Frage, ob in Zukunft aus zwei Messen eine werden könnte. Sprich: Die CeBIT in Hannover und die IFA in Berlin ließen sich doch prima zu einem Super-IT-Unterhaltungselektronik-Event verschmelzen.Denn laut Kang gäbe es nach der Entscheidung der IFA-Macher, auch die Berliner Messe jährlich abuzuhalten, nicht mehr für jeden Hersteller gleichermaßen ständig Neues, das man in Hannover und in Berlin in einem Jahr zeigen könne. Für Samsung seien natürlich CeBIT und IFA wichtig, wobei die Bedeutung der IFA in Zeiten von HDTV und Digitales Zuhause zunehme, so der Samsung-Chef weiter.
Die eigentliche Provokation behielt er sich für das Ende vor: So sei es – unter anderem wegen der überzogenen Hotelpreise – durchaus vorstelltbar, die neue Super-Messe an einem anderen Ort als Hannover abzuhalten. Das dürfte der wahre Aufreger bei der Messe AG gewesen sein. Aber auch die Infrastruktur wäre laut Kang bei solch einem Großevent wohl nicht ausreichend.
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