
Zwei Macianer auf der CeBIT – das klingt nach manischer Depression mit starker Vorliebe für Schmerz. Als Mitglieder des katholischen Weltglaubensvereins sind wir von Geburt an auf Demut geeicht. Da ist die CeBit die angemessene Selbstgeißelung für uns als Teil der digitalen Arbeiterschaft. Wem nutzt die CeBIT – mal abgesehen von den zahlreichen Marketingabteilungen, die außer einer mäßigen Messepräsenz keine Daseinsberechtigung haben?
So schlenderten wir über die Messe und wunderten uns, was das alles soll und warum ausgerechnet Hannover diese Wirklichkeit gewordene virtuelle Seuche beheimaten muss. Fazit nach einer Minute auf der Messe: so nützlich wie ein Kropf...

Da SpOn bereits mehr als ausführlich über die Hostessen "berichtete", sei hier nur kurz vermerkt, dass nach dem Körpercasting nun das Cloning anscheinend hoch im Kurs steht: der Trend geht ganz klar zu den singenden und musizierenden Drillingen.

Von wegen, Apple ist nicht auf der Messe vertreten. So entdeckten wir im future parc die tatsächliche Computerzukunft: ein Apple IIe... soviel zum Einfallsreichtum der "Mitbewerber"...

Nach einer Fülle von dermaßen hässlichen Messeständen, die jede Schmerzensgeldforderung rechtfertigen würden, landeten wir auf dem if-Stand, auf dem die Designuneinfälle des vergangenen Kalenderjahres versammelt waren. Hiermit grüßen wir ausdrücklich smart design, eine Agentur, die mutig genug ist, schick gestaltete Gießkannen direkt neben ihrer Vista-Verpackung zu positionieren. Unkraut gedeiht eben dort besonders gut, wo es ständig feucht ist... Humor ist eben, wenn man überhaupt mal lacht.

So sanken wir erschöpft nach einem heftigen Tag Messe in die obligatorischen Reissäcke, vor uns eine Wii-Konsole, deren Bedienung scheinbar für grenzdebile Legastheniker gebaut wurde. Ich konnte das bekloppte Ding jedenfalls nicht bedienen. Aber ich bin ja auch schon jenseits der 30... Während ich mit der superinnovativen Schüttelschaltung kämpfte, ließen sich rings um uns die Beutelratten nieder, um ihren Beutezug zu bewerten. Jede Menge Tüten, noch mehr Prospekte, die die Welt und schon gar nicht der User braucht, und so manches völlig überflüssige Präsent. Wer's braucht...

Einziges Highlight – auch wenn dieser Begriff viel zu hoch ansetzt – war die lifestyle@CeBIT-Lounge. Dort lümmelten eine Heerschar von wahrscheinlich hyperkreativen Machern in Mies van der Rohes Barcelona-Sessel und schauten – die iPhone-Präsentation! Apple ist also doch auf der CeBIT. Zwar nicht aktiv, denn das wurde der Messeführung ja strikt verboten, aber doch irgendwie passiv. Und wenn es nur Macs waren, die in der Nähe von Designklassikern rumstanden und per EyeTV Fußball in die Hallen übertrugen. Jede drittklassige Regionalligapartie war spannender als die ausgelutschten Powerpoint-Präsentationen der üblichen Schlaftabletten in schlecht geschneiderten Anzügen der mittleren Führungsebene.

War es ein harter, deprimierender Tag? You fucking bet...
CeBIT 2007: D-Link mit Vista-tauglichem 11n-Wifi-Router
Eventbericht: Sie haben, was wir sehen und anfassen wollen
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Haben hier auf der Arbeit 2 Freikarten liegen und sie werden wohl auch noch bis zur nächsten Cebit hier liegen bleiben.
War letztes Jahr auf der Cebit und ich muss sagen, sie hatte mich da schon nicht wirklcih umgehauen und als ich erfahren hatte, dass dieses Jahr einige grosse Firmen nicht dabei sein sollen, habe ich es mir ganz geschenkt...
Das einzige spaßige letztes Jahr auf der Cebit war der Zeitpunkt, als wir den "Supermatkt/Büdchen oder was auch immer" entdeckt hatten und uns mit ein paar Bier eingedeckten. Dann zogen wir feucht fröhlich durch die Gänge und filmten uns dabei völlig sinnlos gegenseitig. War eine Art Counterstrike light, wer erwischt wen mit der Handycam :)
ps. die Bombe haben wir bis heute nicht gefunden und entschärft ;)
Greetz MaRio
einmal und nie wieder! und es hat sich allen anschein nicht viel verändert sei dem...
ich wage gar nicht daran zudenken, wenn apple gekommen wäre und ein iphone ausgestellt hätte... massenhysterie und viele tote!
besser man schaut mal kurz beim herr mathias münch und herr georg schnurer vorbei. dort muss man nicht drängeln...
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