Auf meinem Schreibtisch haben sich derzeit zwei Tastaturen der Firma Logitech eingefunden. Das „diNovo Keyboard Mac Edition“ für 89,99 Euro und das „S 530 Mac Cordless Keyboard“ im Paket mit Maus für 79,99 (UVP).
Auf den ersten Blick haben beide Tastaturen optisch nicht viel gemeinsam. Die „diNovo“ fällt durch ihre elegante Ausführung in Pianoschwarz mit Klavierlack-Optik, Handballenauflage aus gebürstetem Aluminium und abgerundeten Ecken und Kanten auf. Im Gegensatz dazu zeigt sich die „S 530“ Apple-typisch in weiß und silber und um einiges größer und wuchtiger als ihr großer Bruder.
Das „diNovo“ Keyboard präsentiert sich durch ein minimalistisches, modernes Design, was sich leider nicht nur auf den Preis (kriminell hoch), sondern auch auf das Gewicht der Tastatur niederschlägt. Nun trägt man so eine Tastatur natürlich nicht ständig mit sich rum, dennoch ließe sich mit ihr auch ebenso gut ein Mord begehen.
Auch die Klavierlack-Optik des „diNovo“ Keyboards ist schön anzusehen, erfordert aber eine gewisse Kurzsichtigkeit des Benutzers, da auf ihr jeder Fingerabdruck und jeder Wischfleck zu sehen sind.
Im Gegensatz zu den sehr hohen und schweren Tasten, der „S 530“-Tastatur, bei der sich das Tippen anhört wie ein Hagelschauer, ermöglicht Logitechs Tastensystem „Perfekt Stroke“ auf der „diNovo“ ein komfortables und leises Tippen, ähnlich wie bei einem Notebook. Gewöhnungsbedürftig ist jedoch die erste Reihe mit Space-, Apple-, Alt- und Control-Taste, die leicht erhöht wurde und anfänglich eher hinderlich wirkt.
Geändert hat sich zudem die Tastenanordnung und -belegung. Waren bei der „S 530“ die Mac-Sondertasten für iTunes, Safari, iPhoto und Mail noch eine revolutionäre Neuheit, die durch eigene Tasten am Seitenrand der Tastatur hervorgehoben wurden, hat Logitech sie der aktuellen Apple-Tastenbelegung angepasst.
Durch die mitgelieferte Software „Logitech Control Center“ lässt sich außerdem bei beiden Tastaturen jede F-Taste vom Anwender individuell belegen, wie man es gerne möchte oder braucht.
„diNovo“ ist zwar, wie das „S 530“-Keyboard auch, schnurlos mit dem Mac verbunden, allerdings nicht per Bluetooth, sondern per USB-Empfänger, weshalb ein zusätzlicher USB-Anschluss am Mac verbraucht wird. Ärgerlich!
Abschließend lässt sich sagen, dass Logitech das Design des „diNovo Keyboard Mac Edition“ im Vergleich zum betagteren „S 530 Mac Cordless Keyboard“ erfolgreich weiterentwickelt hat. Es bleiben dennoch kleinere Mankos, die alteingesessene Mac-Addicts nicht überzeugen werden, sich von ihrer Mac-Tastatur zu verabschieden. Normalos, wie ich, die über diese Schwachstellen jedoch hinwegsehen können, werden an „diNovo“ ihre Freude haben.
Darf ich auch mal tippen?
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