Die Mac-Klone sind doch seit ewigen Zeit durch, möchte man meinen. Doch Psystar – das Unternehmen, mit dem sich Apple derzeit auseinandersetzt – will nun endlich einen Stück vom Mac-Kuchen und stellt einen saubilligen Klon vor, der über ein Blue-Ray-Laufwerk verfügt. Dabei hatte Steve doch gesagt, das zu schaffen wäre ein »Sack voller Schmerz«. Ganz so schwer kann es also doch nicht sein, wenn ein zweit- oder eher noch drittklassiger Hersteller das schafft. Und gleich noch eine dickere Grafikkarte verbaut, die es bei Apple noch nicht einmal als BTO-Option gibt.
Und als ob das als angeblasene Attacke nicht reichen würde, legt Psystar nach und droht uns mit einem MacBook-Klon. Und der wird dann sicherlich aus einem soliden Stück Plastik gefräst, oder wie? Müssen wir uns jetzt fürchten, dass Macs und ihre miesen Kopien – allesamt hässlich und so 90er-Jahre-schwarz – den Markt überfluten? Wohl kaum, denn das Blue-Ray-Laufwerk im OpenPro kann zwar lesen und schreiben, aber keine Filme abspielen – denn es gibt keinen funktionierenden Player.
Was ich an dieser ganzen PR-Nummer schätze: Apple gerät ein wenig unter Druck. Und auch wenn Psystar nicht annähernd so schicke Computer baut wie Apple selbst und ich mir nie einen Psystar kaufen würde, so könnten wir User von den aggressiven Aktionen profitieren. Denn wo Konkurrenz entsteht, entsteht Innovation. Und das kann nie schaden.
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