
Während es sich bei der Diskussion, ob das iPad jetzt nur ein großer iPod touch ist oder ob Apple damit doch ein großer Wurf gelungen ist, scheinbar um ein nicht nachlassendes Phänomen handelt, ist es für mich seit dem ersten Moment in dem ich das iPad in die Hände bekam klar - das iPad rockt! Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
Mit der von Korg, für einen überraschend guten Kurs (bis zum 30. Juni für 7,99 €, danach für 15,99 €), angebotenen Anwendung namens "iElectribe", verwandelt man das iPad in eine der beliebten Grooveboxen von Korg. Und das diese von Musikinstrumenten Ahnung haben, dürfte eigentlich jedem bekannt sein.
Die Software bildet die Groovebox Electribe-R MK II nach und das in einer glaubwürdigen Weise, die die Spiel- und Experimentierfreude des Originals vollständig auf die virtuelle Darstellung überträgt.
Mit ein paar Handgriffen ist ein treibender Beat erstellt. Kurz darauf moduliert schon der Filter diverse Instrumente der Groovebox, was dem Rhythmus-Pattern eine phantastische Lebendigkeit verleiht. Und all diese netten kleinen Knöpfe laden ein, noch weiter zu drehen und zu verbiegen, was sich glücklicherweise auch aufzeichnen läßt, so dass sich die Reglerbewegungen im Pattern speichern und auch wieder abrufen lassen.
Die iPad App kommt bereits mit einem großem Bündel an vorprogrammierten Pattern, von denen man sich inspirieren lassen kann. Diverse Stilistiken wurden abgedeckt, so dass für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte. Aber allen Pattern ist eines auf jeden Fall gemein: der "Ich will auch" - Faktor.

Auch, wenn es anfangs ein wenig ungewohnt anmutet mit dem Finger über eine Glasscheibe zu reiben - ok, viele kennen das bereits vom iPhone -, so gewöhnt man sich doch schnell daran, nicht das gleiche haptische Erleben zu genießen, das einem echte Knöpfe und Tasten bieten. Abgesehen von dieser Einschränkung ist die Bedienung tadellos.
Die Anwedung besitzt noch ein paar weitere Einschränkungen, die man aber bei dem Preis sicher gerne in Kauf nimmt. Es gibt keinen Song Modus - es lassen sich also keine Pattern-Ketten bilden, die man als Gesamtsong abspeichern kann und es gibt keine Funktion, um eine Performance als Datei zu exportieren.
Schön wäre es natürlich, wenn man eine Möglichkeit besäße gewisse Sounds gegen andere Samples auszutauschen, aber das würde wohl wirklich zu weit gehen. Schließlich handelt es sich hier um eine virtuell analoge Nachbildung, die dafür einen tiefergehenden Eingriff in die Klangparameter erlaubt, als es sonst bei Samples der Fall ist.
Grooveboxen sollen vor allen Dingen Spaß machen - und das macht der/die/das iElectribe auf jeden Fall. Spaß ohne allzu hohe Lernschwelle.
Da die Software nicht, wie einige andere Apps, die man für das iPhone kennt, eine Midisynchronisation via Wifi bietet, war es uns nicht möglich die Timinggenauigkeit des iElectribes zu prüfen. Sofern man beim Rumspielen ein Ohr dafür übrig hatte, schien das Timing aber zu passen. Keine Verzögerung beim Patternumschalten (Oh Rave-o-lution 309 was vermiss ich Dich! *g*) und auch sonst keine Auffälligkeiten.
Hier noch die offiziellen Spezifikationen der App von Korg:
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Lieber Heiko,
ich finde, auch im Internet sollte man die Grundregeln von Rechtschreibung und Zeichensetzung beherzigen. Sonst entsteht - gerade im Hinblick auf solch eine Edelmarke wie Apple - ein merkwürdiger Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
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