Man mag es als Klischee abtun, aber es ist doch immer wieder faszinierend, wie sehr gewisse Erwartungen bei so einer Veranstaltung erfüllt werden. Speziell wenn sich die Kategorien so schön räumlich trennen, wie es grad wieder in Frankfurt der Fall gewesen ist.
Während bei meinem Gang durch die Halle 5 das Publikum noch recht gemischt schien, zumindest auf den ersten Blick, so war der Umschwung beim Erreichen der Halle 4 auffällig. Wo bis grad noch eher typische Clubgänger, DJs und eher unauffällig gekleidete Menschen meinen Weg kreuzten, hatte ich hier genau das, was man im Umfeld von Gitarre und Bass erwarten würde. Die volle Bandbreite im Stil wie auch im Alter war vorhanden. Junge aufstrebende Bands aus den Bereichen Emo, Crossover und Garagenrock. Alte Herren in schwerem Leder, langen Haaren und Band T-Shirts deren Namen in den letzten 25 Jahren arg ausgewaschen wurden.
Nach diesem amüsanten Augenöffner war auch meine Wahrnehmung für das Publikum in der Halle 5 wieder geschärft. Wo die Halle überwiegend durch digitale Pianos dominiert wurde, hatte man wie schon früher (die Sache mit dem Wachs) erwähnt, viele Virtuosen, die insgesamt durch ein eher schickes Äußeres auffielen. Im hinteren Teil der Halle fanden sich dem entgegen die DJs zusammen. Base-Caps, Schlumpfpullis und Kuriertaschen überwogen.
Besonders spannend war für mich persönlich der Bereich der analogen Klangerzeuger. Nicht nur, dass ich die entsprechenden Geräte sehr spannend finde, auch das Publikum und die Aussteller entsprachen einer interessanten Mischung. Die Kombination aus Künstler, Student und älterem Elektrotechniker ist sehenswert.
Ich kann nur sagen – auch wenn man keinen Bezug zu Musikinstrumenten als solche hat, gibt es reichlich Interessantes auf der Musikmesse zu sehen.
Eine Kategorie die mir aufgefallen ist, hab ich mir bisher aufgespart. Die alten Heroen! Es ist eine eigentümliche Erfahrung, wenn man plötzlich einem Musiker gegenübersteht, dessen Konzerte man mehr als einmal begeistert besucht hat, und der einem nun in Anzug und Krawatte als Produktmanager oder Verkäufer entgegen lächelt. Mir ist dies zweifach in diesem Jahr passiert und ich musste unwillkürlich an eine Szene aus Quadrophenia von The Who denken. Wem der Titel „Bell Boy“ etwas sagt, weiß was ich meine.
Ich hätte vielleicht für meinen beiden Helden danach auch etwas weniger Respekt gehabt, aber ich habe beide kurz vor Weihnachten letztes Jahr noch beim Belgien Independent Music Festival gesehen und obwohl Ihr musikalischer Zenith vor mehr als 10 Jahren gewesen sein dürfte - sie haben den Laden gerockt. Und das Dank ihrer Bühnenpräsenz, und nicht wegen einer Lightshow, einer Fernsehsendung die sie gepushed hat oder Mainstream kompatibler Musik.
Deutschland sucht den Superstar – viel Glück
Wem das jetzt zu wenig Fakten und Infos waren, es folgen noch Test des Alesis ProTrack und des Akai MPD32.
Ableton Live 8 seit heute veröffentlicht
JBL On Tour für 54,99 Euro statt 79,99 Euro im GRAVIS Online Special
Ableton Live 8 seit heute veröffentlicht
Praktische Halterungen für das iPad 2
Wenn Sie noch keinen Benutzernamen und Passwort haben, müssen Sie sich vorher registrieren.
Passwort vergessen?
Registrieren
Eventübersicht
Nachrichtenarchiv
Lexikon
Kontakt
Mediadaten
Impressum