Das große MacBook Pro – wie auch damals schon das PowerBook – war von jeher weniger das klassische Mobilgerät. Es ist zu schwer, um es ständig mit sich herumzutragen und zu groß, um es komfortabel in der Bahn oder gar in einem Vorlesungssaal aufzuklappen.

Vielmehr ist dieses Gerät ein mobiler, vollwertiger Arbeitsplatz, der vom heimischen Schreibtisch ins Büro und zurück chauffiert wird. Die native Auflösung von 1920x1200 Pixel ist identisch mit dem iMac, wird in diesem Fall aber auf einer deutlich kleineren Fläche abgebildet. Dies ergibt rechnerisch eine Pixeldichte von 133 PPI.

Das nagelneue Unibody-Topmodell wirkt von außen noch größer und gewaltiger als das alte 17er. Das liegt zum einen an den tatsächlich leicht erweiterten Dimensionen liegt, zum anderen wiegt der schwarze Glasrahmen des Displays optisch deutlich schwerer als das Alugrau der Vorgängergeneration. Übrigens, das 17 Zoll MacBook Pro mit der matten Display-Option hat noch eben diesen Alurahmen. Warum. das wissen nur Jonathan und Steve. Ansonsten haben wir über die wichtigsten Neuigkeiten die das Unibody-Gehäuse mit sich bringt schon hier gesprochen.

Neben der äußeren gab es insbesondere bei der Stromversorgung eine sprichwörtliche Frischzellenkur: Das auffälligste und im Vorfeld meist diskutierte Feature ist die nunmehr integrierte und nicht mehr wechselbare Batterie. Dafür, dass man nun nicht mehr mit Wechsel- und Ersatzakkus hantieren kann/muss, verspricht Apple eine deutlich längere Batterielaufzeit. Aber zwischen Werbeversprechen und Praxis liegen manchmal Welten. Wir wollten genau wissen, wie sich das 17-Zoll MacBook Pro im Arbeitsalltag schlägt.

Den Batterie-Laufzeit-Test führten wir mit folgenden Einstellungen durch:
Mindestens 4 kleinere Programme schlummerten im Hintergrund (Safari, TextEdit, Schriftverwaltung etc.), während im Vordergrund abwechselnd mit InDesign oder Illustrator CS4 (Testversionen mit neuestem Update, Arbeitsdateien auf Netzwerk-Volume) gewerkelt wurde.
Wir haben unser Testgerät nach der abgeschlossenen Installation der Adobe Creative Suite vom Netz genommen und die Stoppuhr gestartet. Apple verspricht auf seiner Seite eine maximale Laufzeit von 8 Stunden, realistisch rechnete ich aber vorab mit einer Arbeitszeit von 4-5 Stunden.

Positiv überrascht war ich, als meine Erwartungsmarke geknackt wurde. Während mein eigenes 15-Zoll MacBook Pro bei viel WLAN-Aktivität und Arbeitslast in der Regel nach dreieinhalb Stunden einknickt, kam das neue 17-Zoll Unibody auf stattliche 5 Stunden und 27 Minuten. Ein kompletter Arbeitstag ohne Strom wäre allerdings nur denkbar, wenn man die Mittagspause über die gewerkschaftlich vereinbarte Regel genießt.
Ein herzlicher Dank geht an den mStore Wuppertal für die Bereitstellung des Testgeräts!
Weiterführende Links: mackauf-Preisübersicht MacBook Pro 17" Unibody
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