
Heute lief es über alle Kanäle: Das ModBook von Axiotron wird in Deutschland ab März von M&M: Trading! über die mStores vertrieben.
Der Global Account Manager von Axiotron hatte extra ein ModKit nach Deutschland mitgebracht, um ein Apple MacBook live umzubauen. Das Ergebnis lag uns für einen knappen Tag vor.
Die Modifikation des originalen MacBooks umfasst das Entfernen des Apple-Displays und der Tastatur. Axiotron ersetzt das Display durch eine Eigenentwicklung. Dabei wird das von Axiotron entwickelte LCD-Panel AnyView mit einem Grafiktablett von Wacom kombiniert. Die Bildschirmoberfläche wurde chemisch versiegelt, um eine höhere Kratzfestigkeit und ein besseres Schreibgefühl zu erreichen. Außerdem kommt ein GPS Modul mit SiRFstarIII™ GPS Chipset zum Einsatz.

Da das ModBook auf Apples MacBook basiert, sind alle Anschlüsse identisch. Lediglich die Aus- und Einschalttaste musste nach außen verlegt werden, da das Display direkt auf dem MacBook-Unterbau sitzt. Links daneben befindet sich die Aktivierungstaste für das eingebaute GPS-Modul.

Drei Status LEDs zeigen den Betriebszustand des ModBooks, GPS-Moduls und den Stiftkontakt an. Der Stift kann in einer eigenen Halterung verstaut werden und wird automatisch fixiert, so dass er nur schwer verloren gehen kann.

Ein QuickStart Guide, der uns leider nicht vorlag – aber den anderen Redaktionen vorliegen wird – hätte uns an der ein oder anderen Stelle weitergeholfen, aber so ein ModBook sollte intuitiv zu bedienen sein.
Als Betriebssystem dient Mac OS X 10.5. Von Axiotron wird zusätzlich Quickclicks, InkBook und SketchBook Express mitgeliefert.
InkBook benutzt Apples Inkwell Lösung zur Handschriftenerkennung. Es dauert ein wenig bis man die Empfindlichkeit der Schrifterkennung den eigenen Vorlieben angepasst hat, dann arbeitet sie aber zufriedenstellend. Inkwell funktioniert natürlich auch in allen anderen Anwendungsbereichen, in denen eine Texteingabe erfolgt. Tablett-User werden dies kennen.
Axiotron teilte uns mit, dass man die Schrifterkennung derzeit weiter überarbeite und es bald eine neue, verbesserte Version geben werde. Die uns vorliegende Version ist aber schon sehr brauchbar.
SketchBook Express ist ein Zeichenprogramm, dass das wahre Potential der Grafiktablett-Bildschirm-Kombination deutlich macht. Über einen drucksensitiven Stift, der sich sehr umfangreich in den Einstellungen konfigurieren lässt, kann selbst ein ungeübter Benutzer in kurzer Zeit vorzeigbare Ergebnisse erzielen. Wie in unserem Screencast zu sehen ist, kann sogar ein Programmierer organische Strukturen entwerfen, die mehr mit realen als binären Bäumen zu tun haben :-)

Quickclicks bietet ein virtuelles Keyboard und Shortscuts die mit dem Stift aufgerufen werden können. Die Eingabe gestaltet sich nicht immer einfach. Ungeduldige Zeitgenossen sollten ein USB-Keyboard anschließen.
Die Hardware macht einen wirklich soliden Eindruck. Dafür muss man aber auch 2,4 kg an Gewicht in Kauf nehmen. Vergleicht man das Gewicht des ModBooks mit Tablet-PCs anderer Hersteller liegt dies am oberen Ende der Mess-Skala.
Das Schreibgefühl ist angenehm und die Stiftempfindlichkeit mit 512 Stufen hinreichend aufgelöst. Den vollen Nutzen kann man aber nur beim Arbeiten mit einem Zeichenprogramm erzielen.
Die Software liefert gute Ergebnisse, wie man es von applenahen Produkten gewohnt ist. Die nahtlose Interaktion von Inkwell mit Standardanwendungen ist vorbildlich.
Die Frage, die sich sofort aufdrängt: Wer braucht so ein ModBook?
Es gibt sicherlich noch viele weitere sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten.
Grafiker sollten sich aber nicht auf das ModBook stürzen, denn die Tastaturkürzel, die für die schnelle Bedienung der meisten Grafikprogrammen notwendig sind, zeigen sehr schnell das Defizit des ModBooks auf, da diese nicht komfortabel aufzurufen sind. Hier sollte auf die klassische Kombination des Rechners mit einem Grafiktablett (gerne auch ein Cintiq) zurück gegriffen werden.
Die Idee von Axiotron ist gut, aber leider noch unrund. Das Gewicht des ModBooks ist zu hoch, Mitbewerber liegen teilweise 1 kg unter dem des ModBooks. Außerdem ist es recht teuer. Der Preis ist nachvollziehbar, da die fertige Hardware von Apple gekauft werden muss und dann um die Modifikationen erweitert wird. Es werden also zwei Mal Entwicklungskosten finanziert. Günstiger wäre ein Gerät aus einer Hand.
Solange Apple dies nicht anbietet, wird das ModBook immer eine Nischenlösung bleiben, massenmarkttauglich ist es auf keinen Fall. Ich persönlich würde mir lieber ein MacBook Air kaufen, aber das geht an der Idee des ModBooks vorbei. Es hat ganz sicher seine Daseinsberechtigung und findige Software-Entwickler haben sicherlich schon eine Speziallösung im Kopf, die mit dem ModBook eine ideale Plattform erhält.
Um das Potential des ModBooks sinnvoll auszunutzen, ist eine alternative Benutzerführung notwendig. Dann könnte es Erfolg haben – in seiner Nische.
Eine umfangreiche Bildergalerie ist hier einzusehen:
Webseite von Axiotron: http://axiotron.com/
Hinweis der Redaktion: Wir hatten das ModBook die meiste Zeit über auf einem mStand von Raindesign stehen, weil es für die Bedienung und das Fotoshooting ideal war. Den mStand kann man ebenfalls im mStore beziehen, er passt für jedes MacBook oder MacBook Pro.
Eingetroffen: Axiotron Modbook – das Erste in Europa
iPod nano, shuffle, touch und Apple TV: Die harten Fakten zu allen neuen Apple Geräten
Eingetroffen: Axiotron Modbook – das Erste in Europa
iPod nano, shuffle, touch und Apple TV: Die harten Fakten zu allen neuen Apple Geräten
Wenn Sie noch keinen Benutzernamen und Passwort haben, müssen Sie sich vorher registrieren.
Passwort vergessen?
Registrieren
Eventübersicht
Nachrichtenarchiv
Lexikon
Kontakt
Mediadaten
Impressum