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09.01.2009 - 00:46 - Roland Mueller

Neues von der Häschen-Show

Aber wir lassen uns bei unserem heutigen Rundgang von der Bunny-Hype (hinter der sich für jeden Ohrenträger eine Tombola-Gewinnchance versteckt) nicht davon abhalten, nach den versteckten Perlen der Show Ausschau zu halten. Eine davon ist ohne Zweifel der winzige Stand von Widgetpress gleich neben Apple. Hier erklärt uns Inhaber Jonathan Freeman, was es mit seinem Programm ModelBaker auf sich hat.

Und das ist eigentlich gar nicht so einfach zu erklären. Wir versuchen es aber trotzdem. Also: Im Prinzip handelt es sich bei ModelBaker um einen sehr schnell und effektiv zu benutzenen Modulbaukasten zum Erstellen von Online-Shops auf Basis relationaler Datenbankstrukturen. Und zwar simultan für Mac, Web und iPhone!

Wohlbemerkt, das alles geht in wenigen Minuten fertigzustellen bei Benutzung vorhandener Themes. Diese wiederum sind eh Open Source und können jederzeit angepasst abgewandelt oder lokalisiert werden. Generell ist so in kürzester Zeit ein maßgeschneidertes Shopsystem generiert, ohne dass man auf die Code-Ebene hinabsteigen muss. Und: Jede Änderung in einem Modul wird sofort auf allen Ebenen aktualisiert und synchronisiert. Insgesamt ein beeindruckendes Stück Software, das Mac, Web und iPhone umfasst.

Da uns als erklärte Nichtprogrammierer nach den erschöpfenden Erklärungen von Jonathan Freeman ein wenig der Kopf raucht und zudem unserem iPhone langsam der Saft ausgeht, tanken wir kurz auf an der iPhone Charging Station am Google-Stand.

Danach geht es weiter zum Axiotron-Stand, wo uns eines der (wenigen) echten Hardware-Highlights der Messe erwartet.

Das "alte" ModBook vom Vorjahr, basierend auf Apples MacBook, dürfen wir ja wohl als bekannt voraussetzen. Von dem quasi Tablet-Mac waren jede Menge Exemplare rund um den Axiotron-Stand zur freundlichen Benutzung montiert.

Was uns diesmal ganz besonders interessierte, war das brandneue ModBook Pro, das die Truppe um CEO Andreas Haas auf Basis von Apples MacBook Pro konstruiert hatte. Eine ingenieurtechnische Meisterleistung und der aktuell größte Tablet-Computer des gesamten Marktes. Und...

...sowohl leichter als auch dünner als auch massiver als Apples Ausgangsprodukt! Denn im Gegensatz zum diesem verwendet Axiotron eine massive Aluminiumstruktur und ein extrem steifes Rahmensystem. Man hat richtig etwas in der Hand, wenn man mit dem Teil und einem Stift zu arbeiten beginnt.

Verständlich, dass Axiotron-CEO und Ex Apple-Ingenieur Andreas Haas bei der umfangreichen Präsentation am Stand ausgesprochen stolz auf das neue Baby war. Zusammen mit den neuen Softwaretools dürfte das ModBook Pro technisch derzeit das Maß der Dinge im Tablet-Computing darstellen. Was wohl auch einen der renommiertesten Innovatoren der Branche dazu veranlasst hat, Axiotron mit rat und Tat zur Seite zu stehen...

Steve "The Woz" Wozniak, der mit großer Verve insbesondere das geniale Handschrifterkennungssystem Quickscript vorführte, neben Quickclicks, Quickflip und Quicktouch Bestandteil der Software-Ausstattung des ModBook und ModBook Pro. Naja, wenn sich Woz erst einmal für eine Sache engagiert, sind natürlich die Medien hierzulande hellwach und der Produkterfolg bereits gesichert.

Gebührend beeindruckt von dem allerdings recht teuren ModBook Pro ziehen wir weiter zum NEC-Stand. Nicht, um dessen clevere Boden-Illumination zu bewundern...

Sondern um einen Blick auf die fantastischen, voll kalibrierbaren SpectraView Monitore zu werfen. Mehr oder weniger die einzigen, die jedes Apple-Display qualitativ noch zu toppen vermögen. Aber natürlich eher Hardware für Profi-Anwender in der Druckvorstufe oder Profi-Fotografen. Allein die 90-Grad-Tiltfunktion ist ihr Geld wert.

Wir ziehen weiter. Hätten wir hohen Sicherheitsbedarf, könnten wir uns für die mobilen, stark armierten Datavault-Festplättchen von Buffalo begeistern. Denn die kleinen Robustlinge verwenden eine 128-Bit-Komplettverschlüsselung des gesamten Festplatteninhalts. Für sensible Daten keine dumme Lösung.

Wer eher auf Design steht, wird vermutlich zu den neuen Festplatten von Macally neigen, die gestaltet sind wie ein Miniatur MacPro und eingedenk der Materialmaße sicher auch sehr robust sind.

Ebenfalls eine Empfehlung wert ist unserer Meinung nach das Sortiment von PowerSupport. Aus eigener Anwendererfahrung sind dies die mit Abstand besten Schutzfolien u.a. für die Screens von iPod Touch und iPhone. Angenehm mattiert, überaus robust und mit cleveren Hilfsmitteln zur akkuraten und staubfreien Montage versehen.

Mit einen letzten Blick auf zwei hier umherschwirrende Bienchen verlassen wir die South Hall für heute.

Morgen wird ein Rundgang durch die North Hall unsere Messeberichterstattung abschließen, verbunden mit einer kritischen Würdigung dessen, was die MWSF09 insgesamt gebracht hat – Apple, den Anwendern und uns. CU!

 

 

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