Jede Industrie braucht ihren Verband. Jemanden, der darauf achtet, dass sich alle an einheitliche Regeln halten und dass die Geräte, die sie bauen, auch mit allen anderen optimal zusammenarbeiten. Davon haben die Endverbraucher was und die Hersteller auch.So ist das auch beim digitalen, konvergenten, vernetzten Zuhause. Auch hier tummeln sich unzählige Hersteller und Anbieter von Produkten, Lösungen und Technologien.
Damit auch die Mediaserver, Mediaplayer, Computer und Handys dieser digitalen Welt problemlos miteinander kommunizieren können, haben 17 führende Firmen wie Intel und Microsoft im Juni 2003 die DLNA ins Leben gerufen.
Die Digital Living Network Alliance umfasst derzeit etwa 280 Mitglieder, die sich in zwei Lager aufteilen: so genannte „Promoter“ und „Contributor Members“.
Zu den Promoter Members gehören unter anderem Hewlett-Packard, Intel, Microsoft, Nokia, Philips, Sony und Toshiba.
Die Vision, die die DLNA verfolgt, lässt sich am besten im Originalton wiedergeben:
„A wired and wireless interoperable network where digitial content such as photos, music and videos can be seamlessly shared through personal computers, consumer electronics and mobile devices in and beyond the home.“
Es geht also um das vernetzte digitale Zuhause, in dem immer mehr Leute ihre Musik nicht mehr von CD oder Platte hören, sondern ihre Audio- und Videodaten auf dem PC oder Notebook speichern und diese per geeignetem Gerät auf die Hifi-Anlage oder den Fernseher streamen, um sie dort in bester Qualität anzuhören und zu -sehen.
Um dies zu unterstützen und zu fördern, unternimmt die DLNA eine ganze Menge:
Richtlinien entwickeln, die das Zusammenspiel unterschiedlicher Geräteklassen regeln... in Sachen digitale Bilder JPEG, GIF, TIFF und PNG,
... in Sachen digitales Audio MP3, WMA9, AC-3, AAC und ATRAC3plus
... in Sachen digitales Video MPEG1/2/4 und WMV9.
Darüber hinaus hat die DLNA festgelegt, dass folgende Architekturen, Standards und Protokolle verwendet werden: Bluetooth, UPnP, HTTP, IPv4, 802.3i, 802.3u, 802.11a/b/g, Real-time Protocol (RTP) und QoS.
Diese Liste wird natürlich kontinuierlich länger, sobald neue Technologien notwendig werden und sinnvoll erscheinen.
Neben den aufgeführten Techniken wurden die Richtlinien im März dieses Jahres um weitere Klassen wie Drucker und mobile Endgeräte erweitert, die sich in das vernetzte Zuhause ebenfalls einbinden lassen. Damit definiert die DLNA derzeit folgende Geräteklassen:
•
Der Anwender wählt per Fernbedienung ein Musikstück im MP3-Format von einem Mediaserver aus, um dieses auf der Stereoanlage wiederzugeben.
• Bilder werden von der Digitalkamera direkt auf den Fernseher geladen, um diese per Diashowfunktion abzuspielen.
• Mithilfe eines Mobiltelefons lässt sich eine Audiodatei vom PC auf die Hifi-Anlage übertragen, wo sich das Musikstück anhören lässt.
• JPEG-Bilder, die auf einem Mediaserver liegen, können am Fernsehgerät angesehen und dann am Netzwerkdrucker ausgegeben werden.
Derzeit umfasst die Liste der DLNA-zertifizierten Produkte rund 60 Einträge, zu denen unter anderem folgende Geräte zählen:
Mehr Reichweite und höhere Datenrate mit 11n-Router von Belkin
Schutzhülle SwitchEasy für iPhone und iPad im Test
Sandisk zeigt auf IFA 2006 erweiterten MP3-Player mit 8 GB
Torgeld mit Elgato EM-Fußballeditionen
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