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20.08.2006 - 11:03 - Michael Hülskötter

UPnP: Fakten, Hintergründe, Know-how

Es ist noch gar nicht so lange her, da war es wirklich kein Spaß, drahtlose Geräte wie einen PC inklusive WLAN-Adapter und einen Mediaserver zu verbinden. Und zwar so, dass auch alles funktioniert.

Der UPnP-Standard sorgt für mehr Komfort im digitalen ZuhauseAber, Microsoft und Intel und anderen sei dank, ist dies mittlerweile ein gutes Stück einfacher geworden. Der Grund: Sie haben gemeinsam mit anderen Herstellern einen passenden Standard ins Leben gerufen: UPnP.

UPnP ermöglicht nämlich das einfache Verschmelzen von PC, Hifi-Anlage und Musikserver zu einem gemeinsamen Netzwerk. Was aber zeichnet UPnP aus und was lässt sich alles damit anstellen? Diese Miniserie verrät es Ihnen, und zwar in zwei Teilen.

Teil eins erzählt eine Menge über UPnP in der Theorie, der zweite Teil beschäftigt sich dann mit den praktischen Aspekten.

Ein Standard für alle Zwecke
Die Liste der UPnP-Boardmembers Die Idee hinter UPnP ist im Grunde ganz einfach: UPnP-kompatible Geräte sind...

... mediumsunabhängig. Es lassen sich Telefonleitungen, Netzwerkkabel oder Funkwellen für den Datentransport verwenden.

... plattformunabhängig. Es spielt keine Rolle, ob auf dem UPnP-tauglichen Gerät Linux, Windows oder ein anderes Betriebssystem läuft.

... internetbasiert. UPnP steht fü eine bestmögliche Kompatibilität mit funktionierenden Standards wie TCP, IP, UDP, HTTP, XML und anderen Protokollen.

... browserkonform. UPnP-taugliche Geräte können einfach per Webbrowser administriert und verwaltet werden.

... erweiterbar. Neue Funktionen lassen sich relativ simpel in UPnP-kompatible Geräte implementieren, ohne dass man in die UPnP-Architektur eingreifen muss.

Ein gutes Beispiel hierfür ist UPnP AV. Dieser Add-on zu UPnP erlaubt die gleichzeitig Verwaltung und Kommunikation mehrerer Geräte.

Die Entwicklungsarbeit hierfür hat übrigens das Fraunhofer-Institut FOKUS in Kooperation mit der TwonkyVision GmbH geleistet.

Der UPnP-AV-Stack lässt sich einfach in UPnP-tauglichen Geräten implementieren und bietet die Kommunikation von Settop-Boxen, MP3-Playern und Videorekordern. Dies vereinfacht das Audio- und Videostreaming innerhalb eines Netzwerks ganz erheblich.

Drei Komponenten, ein Standard
Der UPnP-Standard kennt im Wesentlichen drei Komponenten, die sich um das Zusammenspiel der jeweiligen UPnP-tauglichen Geräte kümmern:

Mehr und mehr Geräte wie das Wireless Music Center von Phlips unterstützen UPnPMediaserver: Stellt die Verbindung zwischen einem PC und dem Fernseher bzw. der Hifi-Anlage her. Überträgt die Daten per Kabel oder kabellos an das jeweilige Gerät im Streaming-Verfahren.

Mediarenderer: Empfängt Audio- oder Videodaten via Kabel oder drahtlos von einem Musikserver und spielt diese ab. Verfügt meist über keine Speichermöglichkeiten.

Kontrollpunkt: Nimmt per Kabel oder kabellos Kontakt mit einem UPnP-fähigen Gerät auf und ermöglicht so die Kommunikation zwischen verschiedenen Komponenten. Dies kann beispielsweise ein PDA oder eine Fernbedienung sein.

Update: Per Mausklick geht es zum zweiten Teil des UPnP-Specials.


  • Weitere Infos zu UPnP und zur UIC gibt es auf deren Webseite.

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